Fifty Ways to Leave Your Country / Versenkung

Montag, 24. September 2018 13:18

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You never walk alone, when you’re skin is thin

Auf alten Pfaden wandelt man nicht allein. Alte Geschichten, Sagen, Überlieferungen, Wiedergänger, Dämonen und andere Gespinste begleiten dich, wenn Du Dir Zeit nimmst, Herz und Poren öffnest und die Suche beginnen läßt. Wer sogar über die Gabe verfügt aus sich herauszutreten und in fremde Häute zu gleiten, wird reich beschenkt werden. Die Gespenster machen ihn zum Gefährten.

So steigen unsere zwei Reisenden von Kardamilli hinauf zum Plateau von dem die alte Kirche Agia Sofia hinabblickt auf den Golf von Messenien, um mitzublicken und dies in den Häuten des alten Popen der Agia Sofia sowie seines Maulesels Spirgos von Petrovouni. Und da sie vorbeikamen an zwei vergitterten kleinen Felshöhlen, in denen der Sage nach die zwei Zeussöhne Castor und Pollux ihre Grabstätte gefunden haben sollen, hatte sich die Zahl der Bergersteiger verdoppelt, da den zwei Brüdern das Liegen in der Höhle etwas langweilig geworden war und auch die Toten ab und an Bewegung brauchen und der Blick aufs Meer schadet verstorbenen Seelen nicht.

(Ein nicht unwesentlicher Hinweis muß hier seitens des anonymen Erzählers platziert werden. Die kleine Wanderung, von der wir berichten, fand statt am Vierzehnten Juno des Jahres 2018, am Firmament regierte das Zeichen des Zwillings, dem die zwei Geminis Namensgeber waren. Später mehr davon.)

An der nächsten Ecke wieder, gepeinigt von arthritischem Stechen im maladen Knie, rastete auf einem Steine die Heilige Sophie. Sie hatte Charon becirct und dieser sie ins Diesseits gerudert, ihr aber den heiligen Schwur der Rückkehr abgenommen gegen die Androhung ewiger Verdammnis an der Seite des Fliegenden Holländers, Arien singend. Die ihr geweihte Kirche ward zum Schauplatz einer kleinen Feier auserkoren worden und da wollte sie nicht fehlen da oben, doch dieses morsche vermaledeite Gelenk, es hinderte stärker als erwartet. Man beschloß sie kurzerhand auf den Rücken des Maulesels zu setzen. Da aber der in der Mauleselhaut atmende Wanderer von Natur aus eher etwas leptosom gebaut war und ist, eilten – Oh Empathie, oh Solidarität, die Du noch beheimatet bist in den Gebüschen am Rande eines alten Monopathi hoch über Kardamilli! – ein Dutzend wuseliger Eidechsen herbei, bereit die kleine Truppen ziehend, schiebend, anfeuernd den Berg hinan zu begleiten. Es schien zu gelingen, auch wenn der Schweiß aus allen Poren der Truppe schoß. Man behauptet sogar, der Geist eines der letzten an den Hängen des Taygetos erlegten Bären habe sich in Sachen Transport der Heiligen Sophia beteiligt, maßgeblich gar.

Klären wir noch das Geheimnis der Wasserflasche. Auf den Treppen der Alten Kirche feierte – im Zeichen von Castor und Pollux geboren – die Wunderbare Eva Pelagia ihr Wiegenfest mit Wasser, Nektarinen und Keksen. Sie hatte sich gewünscht, dies einmal im Land der mit der Seele Gesuchten tun zu können. Da konnte der Ehrenwerte Ernst Albert nicht nein sagen. So geschah es. Die Gespenster tanzten mit und sangen und man nahm die Erfrischungen, welche gereicht wurden dankend entgegen.

Lesen wir zum Schluß von dem, was wir im allgemeinen Stimmengewirr den Herren Makrelios und Budnijakos zuordnen können.

„Makrelios, auf dem Abstieg aber sind Sie der Maulesel!“

„Selbstredend, Freund Budnijakos! Doch hetzen wir nicht. Dieser Moment mag länger verweilen!“

„Nichts lieber tun, als diesen Blick hinab!“

„So ist es!“

„Wohin mag jenes Seil führen?“

„Blicken wir hinan!“

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Fifty Ways to Leave Your Country / Hinan

Samstag, 22. September 2018 21:56

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Alte Wege oder Ankunft ist wichtiger als Herkunft

Auf uralten Steinen hinan. Wer sich erinnern mag, erzählt davon, daß noch vor hundert oder wenig weniger Jahren der Pope seinen Esel hinaufzog zur Kirche, geweiht dem heiligen Stefan. Wenn der Pope sich erinnern mag, erzählt er von den Vätern, die die Steine den Berg, der wohlgefällig hinab blickt auf Kardamilli, hinauf schleppten, in die ausgetrocknete Erde schlugen, einen Pfad zu schaffen. Wenn der Steineschlepper zurückblickt, wendet sich sein Erinnern in jene tosende Nacht, da ihn etwas anfaßte und sprach: Yannis, die Götter zürnen, es ist an der Zeit sie zu beruhigen. Errichte ein Gotteshaus und beuge das Knie. Da nun die Götter sich umdrehten der Zeit vor ihnen nachzusinnen, war es an ihnen zu zweifeln. „Wer von uns warf den Menschen auf diesen friedlichen Planeten?“ Doch jene bemühten sich weiterhin. Man stieg hinan. Ein jeder für sich.

Der Tag war, trotz des frühen Aufbruchs, ein heißer. Der steile Pfad war, trotz fast durchgängiger freundlicher Beschattung, Herausforderung. Das Gespräch der beiden Steiger war, trotz massiven Klärungsbedarfs, eher rudimentär. Mehr als Zitate, Fetzen, Mosaiksteinchen zu übermitteln sehen wir uns heute nicht in der Lage.

„Einfach nichts tun und dafür geachtet zu werden ist verachtenswert!“

„Ankunft ist wichtiger als Herkunft!“

„Die Welt zu ändern ist größenwahnsinnig!“

„Aber man darf die verachten, die nichts tun und nicht die, welche es wenigstens versuchen.“

„Die Welt wartet nicht auf uns!“

„Wir werden es nicht lösen!“

„Was?“

„Das Rätsel unserer Ankunft!“

„Herkunft?“

„Auskünftig werden wir schweigen!“

Auf den Tonbandaufnahmen, die wir in den Händen halten, überlagert schwerer Atem, Keuchen und Knacken der Gelenke die gesprochenen Worte. Was wir vermelden können: Agia Sofia ward glücklich erreicht. Und: Die Wasserflasche trugen andere hinan. Davon später und heute soweit Dankbarkeit.

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Fifty Ways to Leave Your Country / Ertrinken

Mittwoch, 19. September 2018 18:26

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Am Gestade wartend Mutter, Tochter, Weib, Sohn und Neffen – weinend

Seit Wochen oder Tagen saßen nun Angelos Makrelios und Kostas Budnijakos, fest umklammernd das erste aller Biere namens ALFA, ihre Taschen zu leer ein letztes, ein OMEGA zu erwerben, am Strand links von Kalamata und blickten gelassen, sorgenvoll, selbstvergessen, froh und müde hinaus auf das Meer, das herrliche, lebensspendende, beglückende, verschlingende, mordende, gnadenlose Meer. Mond fiel, Sonne stieg, Wolken zogen, Sterne einander zuzwinkernd, Kometen jagten – Wünsche fordernd – vorbei. Den Soundtrack fügen hinzu Zikadencombos und einsame Eselschreie.

Warum so lange? Warum so lange sitzen? Warum dies lange Schweigen? Zunge schwer vom geteilten ersten und letzten Biere? Sind halt faule Säcke da unten, wie die Germanenweisheiten badisch sächsisch bundesweit und ziemlich breit verkünden? Zu kurz gesprungen!

Mahler (Angelos Makrelios) und Budnikowski (Kostas Budnijakos) steckten in fremden Häuten und blickten – ALTE MÄNNER – hinaus auf’s Meer.

„Alles leer! Keine Flossen! Kein Zappeln! Schlaffe Netze!“

„Ne! Selber schuld?“

„Auch! Man denkt da sei kein Ende!“

„Die Gäste legten große Scheine auf den Tisch!“

„Und immer kleiner wurden die Fische!“

„Später dann die Tische!“

„Der Hoffnungstank schrumpfte!“

„Die Selbstverständlichkeiten rosteten wie die Leiber verschrotteter Boote.“

„Wir zimmerten unsere Särge aus dem Rümpfen untergegangener Kaiki!“

„Dann können wir auch hier sitzen bleiben und weiter treiben nach den Bieren Beta, Delta, Phi, Rho und so!“

„Schöner Reim, trifft den Keim!“

„Bleiben wir also sitzen!“

„Ne! Man mag kein reicher alter Mann werden, der auf einem Elektro – Fahrrad sein schlechtes Gewissen streichelt!“

„Drehen wir uns um! Der Taigetos!“

„Hinauf! Ohne Tricks!“

„Ach Du grüne Sieben! Wer was oder sich so alles aus dem Fenster hängt!“

„Die Unterwäsche? Ochi! Ab sofort wird geschwitzt!“

„Jetzt?“

„Na ja!“

Der Aufbruch verzögerte sich, da das bis eben noch etwas danebige Gespräch an Abgründen gewann, der Tiefe der See angemessen, jener Tiefe, in der sie alle ruhen, die Fische, die Plastikpartikel, die hoffnungsvoll Geflohenen, gierig Geflohenen, verzweifelt Geflohenen, die Lebenstraurigen, sich selber überhoben Habenden, die selbstverliebten Sportsflinten,  die verbohrten Abenteueridioten und jene, welche denen folgten, die sie vermißten. Und Ernst Hemingway ohne sein Gewehr und ohne einen ersten oder letzten Drink.

Und so stand Budnijakos auf, packte den Makrelios am traurigen Ohr und man stieg hinan. Jeder Schritt bergan pfiff frische Zweifel in die Köppe. Nach ALFA. Und vor OMEGA:

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Fifty Ways to Leave Your Country / Rückwärts

Mittwoch, 29. August 2018 18:00

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Vom Erinnern

Bereinigt von Wehmut zuerst

Dann von der Sehnsucht

Bilder, welche vorbeilaufen

An Dir, mir, anderen, einem Uns

(Gibt es nicht)

Schnipsel eines Super 8 Films

Verwuschelt liegen sie auf einem Schneidetisch

Befreit von der Diktatur einer Zeitlinie

Darf

Muß

Der Betrachter

Sagen?

Geschichten erzählen eigene Geschichten

Entziehen sich dem Starren

Bilder bleiben über

Erzählen

Wie es geschah

Oder eben nicht

So

Erinnerungen haben kurze Beine


Dies dachte einer der Beiden oder dachten die Beiden gar oder etwas, welches über den zwei Reisenden schwebte. The Ghosts of Kardamili. Alte Steine. Kann man Erinnerungen anfassen? Spazieren dann die laufenden Bilder durch die hornige Haut der Fingerspitzen ins sehnsüchtige Hirn, auf die Leinwände hinter den Augen, ins wund gelebte Herz?

„Warum rühren uns alte Steine? Was fassen sie in uns an, Mahler?“

„Man könnte es, Budnikowski, auf das Altern reduzieren. Ab einer gewissen Zahl von abgelebten Jahren auf dem Lebenskonto steht man bei einer Zugreise auf der Plattform des letzten Waggons und blickt auf die enteilenden Landschaften, die man einst durchquerte. Erinnerung. Das Bedürfnis neben dem Zugführer zu sitzen und Zukunft hoffnungsfroh zu durchschneiden schwächt sich ab bis zur Bedeutungslosigkeit.“

(Einschub: Die Herren zitieren hier – nach Absprache mit dem Ehrenwerten Herrn Ernst Albrecht – einen aserbaidschanischen Schriftsteller, der diese wunderbare Feststellung wiederum in einem Gespräch mit einem außerordentlich wunderbaren Schriftsteller auf Reisen tätigte.)

„Haben wir die Möglichkeit das Rad zurückzudrehen?“

„Leider nein, Budnikowski! Obwohl, wir täten manchmal gut daran dies zu tun.“

„Ne! Hinauszufahren aufs Meer und zu wissen, da sind noch Fische und viele. Zurückzukehren und die alten Steine erwachen zum Leben, die Körbe sind voll, die Hände greifen zu, die Katzen stürzen sich auf die Gräten und Köpfe. Man singt Lieder. Man kann davon leben, überleben, von dem was die Götter zur Verfügung stellen, die Natur bereit hält. Man versucht Vorsicht walten zu lassen!“

„Gerne! Nur ist jener Aufrechtgeher mehrheitsfähig, welcher sich ein Leben lang und müde nicht gegen die Zumutungen der Bequemlichkeit wehren mochte und uns ob solcher Äußerungen gerne der Naivität bezichtigt.“

„Aber sind das nicht die, welche immer lautstark rumfuchteln, damals auf den Schulhöfen ihrer Erinnerungen hätte man sie nie zu Wort kommen lassen?“

„Möglich. Bleiben wir auflinks und leben weiterhin in den Büchern, versuchen nicht zu vermüden und im eigenen  Bauchnabel zu übernachten!“

„Uff, lieber Mahler, und wie finden wir jetzt wieder die Abzweigung in Richtung Profanität?“

„Pool oder Kirche!“

„Wer aber fängt den Fisch?“

„Haben wir eigentlich noch Bier?“

„Morgen aber wird gewandert!“

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Fifty Ways to Leave Your Country/Verarbeitung

Freitag, 24. August 2018 16:31

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Zwischenspiel eins in Sachen Erleichterung: Mal Zeit!

Bewegung bewegt. Nicht immer und jeden jedoch, wie der Laie vermuten will. Auf Reisen mag schon mancher festgestellt haben, daß das sich Bewegen in fremdem Geländ’ gerne mal zur Verfestigung des Eigenen, Mitgebrachten, Mitgeschleppten führt, wobei – dies Charakter eines Interludium – hier die intellektuelle Speckschwarte nicht nach den großen Dingen geschmissen werden soll. Reden wir von den Därmen.

„Mahler, manchmal wird es hart in der Fremde!“

„Budnikowski, es kann aber auch sehr schnell gehen! So schnell rennt kein Bär. Und dann klemmt es!

„Da reden Sie wahr, man schwillt förmlich!“

„Nicht der Abdomen ist es, von dem ich rede, sondern von der Tür berichte ich. Fremde Schlösser, Haken, verzogenes Holz in schiefem Rahmen und hinter Ihnen der unmenschliche Druck Kahn’scher Dimension!“

„Die Antithese sei die Druckumkehr quasi! Explosion ersehnt und selbst Flecken nähme man in Kauf!“

„Das liest sich, lieber Hase, unappetitlich!“

„Die Not, mein Bär, die Kotnot! Haben Sie schon mal zwei Briketts gefrühstückt? Dann wissen Sie um dies Gefühl!“

„Ich scheue mich vor dem Vergleich, jedoch zwei Tafeln erhitzte Schokolade inside? Aua! Lassen Sie uns Küchenpsychologisches in die Luft werfen, über Hintergründe unken, Vermutungen in die gasgeschwängerte Luft schmeißen!“

„Nun, wenn sich in der Fremde Aufgenommenes verhärtet, vielleicht ist die Freude darüber dermaßen von Größe und man mag es nicht mehr gehen lassen das Neue!“

„Wäre der Umkehrschluß, daß der zur Diarrhoe neigende Reisende ein gewissenloser Gierhals ist nach dem Motto her damit, rein und raus und weiter?“

„Vielleicht mangelt es an der Bereitschaft dem Neuen eingehende Betrachtung angedeihen zu lassen! Oder Ängste, die eigentlich dem Hasen angedichtet, diesem Fluchttier!“

„Gewiß, aber das ausdauernde Rumschustern am Neuen, bis es querliegt, scheint mir auch nicht der Weisheit letzter Schluß! Sprechen wir von Entscheidungsschwäche!“

„Herr Mahler, lassen Sie uns weiterhin gelegentlich zwischenspülen!“

„Nun, wenn der Anlaß es zuläßt!“

„Oder fordert?“

„Salbei soll ja die Verdauung fördern!“

„Ich habe trotzdem Hunger!“

Dann gingen die zwei Herren erstmal was essen. Der eine mehr, der andere weniger. Einer aß die Steine mit, der Andere spuckte sie ins leere Tsipouroglas. Kali orexi!

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Fifty Ways to Leave Your Country / Inside

Dienstag, 21. August 2018 16:39

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Das Lob des Feindes

Da thronte dieses Dorf auf glühendem Stein, glühte vor den Felswänden des Taygetos, blickte hinab aufs Meer, Häuser, zerfallen oder bewohnt, Mauern, bröckelnd, dem Fall zugeneigt, Türme, Türme, Türme gebaut aus, errichtet auf nacktem, glühenden, wüstem Fels – wo beginnt Dorf, wo endet Gebirge – thronte da oben am heißesten Tag der bisherigen Reise, fast hörbar das Flimmern der kochenden Luft, doch ein milder und freundlicher Mittagswind – oh Aeolos, Retter der verdampfenden Gehirne – verschaffte den Reisenden etwas Linderung, zwischen den Mauern von Vathia.

„Diese Türme, Mahler, diese Türme!“

„Wäre dies nicht so schön anzusehen, bester Budnikowski, man könnte einen Hang zur Protzerei vermuten!“

„Die Altvorderen waren wohl auch nicht gefeit gegen den unseligen Drang  die Länge der Stäbchen zu vergleichen!“

„Ganz im Gegenteil! Und war beim Nachbarn etwas zu lang und länger, am besten stehlen oder kaputtmachen!“

„Sie vereinfachen!“

„Man ist gelegentlich dazu gezwungen. Leider!“

„Und weshalb die vielen Türme?“

„In den unteren Stockwerken wohnte man, gerne nach Geschlechtern getrennt, vom obersten Stockwerk aus, dort die Fenster zu Schlitzen werden, spähte man aus nach seinen Feinden, suchte und fand sie und legt die Flinte an.“

„Tagtäglich?“

„Schon recht ausdauernd. Konnte man aber einen Sieg feiern, begab man sich aufs Dach und ließ sein üppiges Mahl vom Mond bescheinen. Noch größere Freude allerdings herrschte, wenn der Türke vor der maniotischen Küste mal wieder auf Raubzug war. Dann stieg man hinab auf die griechische Gass’, sang ein paar Liedchen mit den noch eben bekämpften Nachbarn und auf sie mit Gebrüll, die osmanischen Eindringlinge!“

„Ah. Niki i Thanatos! So schafft der Feind auch Frieden!“

„Ja, so bescheuert ist das, Budnikowski. Und manchmal verstehe ich es sogar!“

„Mutieren Sie nun zum Krieger, Herr Mahler?“

„Der Kampf mit den eigenen Gespenstern unter der Führung des Obergespenstes Langeweile ist mühsam. Da freut man sich über etwas Abwechslung!“

„Und woher haben Sie diese Geschichten?“

„Sie waren eingeschlafen auf dem Rücksitz, die teure Pelagia drehte das Lenkrad und der Ehrenwerte Albert dozierte, wie es gelegentlich seine Art ist und verbreitete frisch angelesenes Teilwissen.“

„Aha. Wissen Sie, was mir an den alten Mauern besonders gefällt? Sie atmen noch und hecheln nicht blöd rum, wie das meiste neumodische Häuserzeugs!“

„Recht haben Sie! Was das wohl für eine Zivilisation bedeutet, in der alles Neue nur noch häßlich gerät!“

„Mahler, lassen sie uns alte Schönheit sammeln!“

„Ja, Schrunden, Schrammen, Wunden und selber dran gesunden!“

„Wohlan!“

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Fifty Ways to Leave Your Country / Eine Flucht

Sonntag, 12. August 2018 17:50

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Vom Obolus entrichten, früher oder später und zu spät

“Stellen wir uns vor, lieber Budnikowski, wir hätten es geschafft, kurz vor dem Tor zum Hades links abzubiegen, an Land zu klettern, die enge kleine Straße hinaufzusteigen Richtung bewohntes Felsenland!“

„Bei der Hitze? Mahler! Hinaufsteigen?“

„Wir haben die Querung des Meeres überlebt!“

„Wirklich?“

„Natürlich nicht, wir wollen lediglich versuchen ein bißchen was zu begreifen. Eine kleine blöde Übung in Sachen Empathie, um den inneren Kompaß mal wieder zu justieren.“

„Ist der Hades eigentlich genauso übertrieben beheizt wie die Hölle?“

„Eher nicht! Man glaubte damals an keinen Himmel, der für was auch immer belohnt. Der Hades war für alle da. Deshalb vermute ich, dort ist es angenehm temperiert. Gleichbleibende Temperaturen sommers wie winters, wie dies eben bei Höhlen der Fall ist.“

„Und warum kostet der Hades Eintritt?“

„Budnikowski, der Fährmann will ja auch nicht leben wie ein Kerberos. Irgendwann muß ein jeder seinen Obolus entrichten. Oder wollen Sie am Ufer des Totenflußes hundert Jahre lang als Schatten hin – und herspazieren?“

„Sie ham’s ja mit der Unterwelt, Herr Mahler!“

„Nun, wenn einem ein Bein vom lebendigen Leibe gerupft wurde, dieses anschließend lieblos oder im Zorn gar auf den Boden gepfeffert und der Rest gleich hinterher? Was meinen Sie, worum meine Gedanken kreisten in den langen Minuten oder Stunden bis der Ehrenwerte Ernst Albert mich fand?“

„Wahrscheinlich haben Sie Ihr Kleingeld gezählt!“

„Ihr Wort in Charons Ohr!“

„Wo sitzen wir eigentlich?“

„Auf Resten ehemaligen Wohlstands, vielleicht sollen wir hier ankern, aber auf alle Fälle darauf warten anzukommen.“

„Aber ich dachte – jetzt mal nur angenommen – wir sind nicht ganz-  aber halbtot – an Land geklettert, also angekommen.“

„Das scheinen viele etwas anders zu sehen. Von uns wird jetzt erstmal erwartet, daß wir hier sitzen bleiben und uns dafür bedanken warten zu dürfen!“

„Gibt es eine Belohnung?“

„Vielleicht, wenn hinter den sieben Bergen die Ängste schlafen gehen. Aber morgen haben wir ein vorläufiges Dach über dem Kopf.“

„Das da unten? Weia!“

„Eben, das ist das Scheißspiel! Hinter den sieben Bergen geht man davon aus, daß die hier unten, die vor kurzem pleite waren und es weiterhin sind, das wenige, was sie haben, schon teilen werden.“

„Mannomann, wenn man so Denkspiele macht, beginnt man zu frösteln. Trotzdem ist hier verdammt heiß!“

„Ach. Pustekuchen. Hinter den sieben Bergen werden sie bald an Ihrem Reichtum verdursten. Schon in Ordnung hier. Denk ich mal!“

Und so weit wir das noch vernehmen konnten, stimmte der Ehrenwerte Ernst Albert seinem Bären zu, auch wenn dieser manchmal zur Überspitzung neigt und man gewährte den beiden Denkspielern Mitfahrt ins nahe Vathia. Und während die Göttliche Pelagia das Lenkrad bediente, erzählte der Co – Pilot von einem seiner Lehrmeister – nennen wir ihn Panagiotis Krassi – welcher schon in den frühen 70ern, da man noch seine Käseigel und Bausparverträge gegen den Iwan verteidigen mußte – zu seinen Lümmeln in der letzten Bank folgende Worte sprach:

„Meine Herren, der Osten, der Osten, vergessen Sie das, das ist nicht der Punkt. Die Kampflinien verlaufen durch das Mittelmeer. Eines Tages werden sie kommen die Armen, Verzweifelten und zurückfordern, was man Ihnen seit Jahrhunderten stiehlt, abpresst, aus den hervorstehenden Rippen schneidet, sie abspeist mit Pfennigbeträgen für all ihre unermeßlichen Schätze. Richten Sie den Blick nach Süden, meine Herren!“

Und da dachte der Mahler so, warum so viele Aufrechtgeher den Blick nicht mal früher und freiwillig in die rechte Richtung recken mögen. Und daß Kassandra doch eigentlich keine Beschimpfung, sondern ein Ehrenname sein dürfte. Und was das alles mit Verantwortung zu tun hat. Und warum, wer zu lange wartet, nicht mehr in der Lage sein wird seine Rechnungen zu begleichen. Weia!

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Fifty Ways to Leave Your Country / Muß i denn

Donnerstag, 2. August 2018 17:13

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… muß i denn aus Afrika hinaus, Afrika hinaus, aber Du mein Schatz …

„Schmerzt Ihr Hirn, Mahler?“

„Peripher!“

„Das heißt, ich darf sprechen?“

„Lieber Sie, Budnikowski, Teurer vor den Gedanken, als wer auch immer!“

„Das ist schon ein seltsames Ding mit der Gastfreundschaft, mein bester Herr Bär. Täusche ich mich, daß dort, wo weniger im Kühlschrank liegt, mit größerer Selbstverständlichkeit der Fremde aka Gast empfangen und bewirtet wird?“

„Man sitzt, wenige Zeit und ein Glas Wasser oder gar eine Karaffe gekühlten Labsals steht auf dem Tisch. Dort in Allemännerda verlangt man inzwischen – nicht immer, aber immer öfter – fünfzig Cent für zusätzliches Leitungswasser. Und bitten muß man auch noch.“

„Vielleicht erste Auswirkungen eines Klimaumschwungs!“

„Das Klima in den Hirnen derer die haben, das ist schon lange umgeschwungen, dort herrscht in Sachen Empathie extremste Trockenheit, wird gerne als Vernunft verkauft und ist nichts als kleinlicher Schiß vor dem Verlust. Der Blick nach außen sieht nur noch Gefahr im Verzug, wendet sich ins vermeintlich heimelige Innen und suhlt sich in Geborgenheit und blöd wie Mesut Grindel und Karl Heinz Erdogan und derer lauteste Kritiker nun mal sind, glauben sie auch noch an die Existenz vermeintlicher Heimata!“

„Zurück zum Thema und These zwei: der wohlhabende Xenos erwartet gerne vom Einheimischen fröhlich flotte Bedienung inklusive Seelen – und Schuhpolishing? Motto: Danke, mein Kostas. Klammer auf: Was bin ich doch ein gewitzter Kosmopole!“

„So ähnlich. Anständig gekleidet, Reste von Höflichkeit und Manieren am Leib, dem legt man gerne ein Zubrot auf dem Tisch. Doch Horden kurzbehoster, verbrannter, stets eine Tick zu laut parlierender Langnasen, generell grenzenlos von sich …“

„Verzeihen Sie, daß ich reingrätsche: liege ich falsch, behaupte ich, daß der Wohlhabibi gleich welcher Prominienz Grenzen eher als eine Art semipermeabler Membran betrachtet. Raus ich immer gerne, rein lassen dich nee!“

„Hase! Strike! Ihr da draußen kauft mein Glücksversprechen, bezahlt was ich verlange und dann schön zu Hause bleiben. Gelle! Übrigens: ist das nicht gnadenlos heiß hier?“

„Man munkelt zu Hause sei es noch gnadenloser!“

„Und da ist kein Meer!“

„Ich glaub das Mittelmeer wollen die auch gar nicht vor der Haustür haben!“

„Na, dann kommt die Rechnung eben auf dem Luftweg!“

Wo befinden sich die zwei Herren, dieses – hier stark verknappte – Gespräch führend? Wie gelangten sie an diesen fernen Ort? Wie stets eben, die göttergleiche Eva Pelagia und der Ehrenwerte Ernst Albert haben nachgeholfen. Üzelchenverbot und ab in die Heia und in aller Früh ab zum Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt Griechenlands  und abgesehen von Gibraltar sogar der südlichste Punkt Europas. Die zwei Reisenden (ähem: every traveller is just a tourist!) wurden darauf hingewiesen, vor ihnen nun nichts als Meer und dahinter vor allem Afrika. Und drehten sie sich um, so sähen sie eine herrlich idyllische Bucht, wenige Meter daneben aber der Eingang zum Hades, Charon dort sein schwarzes Khaki von den Hinterlassenschaften der letzten Passagiere reinigend.

„Budnikowski, führen Sie eine Münze mit sich?“

„Zufälligerweise einen Sloty!“

„Großartig!“

„Warum, Meister Mahler?“

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Fifty Ways to Leave Your Country / Dazwischen

Montag, 30. Juli 2018 17:48

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Zwei Seelen, ach in meinem Frust!

Als eine Taverne erreicht war, die Pöter Ruhe fanden auf geflochtenem Sitz, rannte ein flinker Mexikaner an lustlosem Teutonenbein vorbei und die anwesenden Germanenmundwinkel merkelten merkellich nach unten. Dann fiel auch noch der Strom aus, wie unsere zwei Reisenden tagsdrauf erfuhren in dieser Gegend keine Seltenheit und daher kein Grund für Gejammer, Leitartikel und Haschtage oder wie das so heißt. Als der Strom wieder in die Leitung gehüpft war, aber nicht in die Gebeine der Botschafter deutscher Überlegenheit und der Bilderguckapparat grünen Rasen und grün anlaufende Nationalkickgesichter zeigte, näherte sich bescheidenen und schuldbewußten Fußes die Wirtin und wies darauf hin, daß baldigst ein Umschalten erfolgen würde, da hier in Hellas der Hellenen Lieblingsballspiel Basketball ein wesentliches Endspiel erfahren werde, aber auf der anderen Seite der Straße gewiß noch Gepöhle! Darf die das? Murren auf den Tavernenplätzen. Ohne unsere DM – Mark tätet selle doch noch der Zeus oabete.

„Mahler, darf die das? Wegen der vielbesungenen Philoxenia und so?“

„Und ob, bester Budnikowski, alles ist freiwillig. Gastfreundschaft ist eine Gabe, ein Geschenk, also nicht einforderbar. Und auch dem Gast ist es möglich freundlich zu nicken und die Straßenseite zu wechseln, schmunzelnd by the way! Doch der Tourist: er ist nun mal kein Gast, auch wenn er’s gerne wäre!“

„Mahler, als sie eben, ich erwähne es ungern, in der sanitären Anlage weilten, standen die anwesenden Germanen auf und haben geklatscht, als der kleine Gelsenkirchner aus Ankara mit den großen Augen die Nationalhymne mitdachte!“

„Budnikowski, heißer Boden. Darum geht es weder den Sängern noch den Schweigern. Seit ein paar Jahren gibt es leider wieder vermehrt diese Wimpelreflexe!“

„Hä?“

„Nun: Vorrundenausfälle, Stromausfälle, Gewißheitsausfälle, Flugausfälle, da wird der Aufrechtgeher nervös und wühlt in den alten Schränken rum, findet die alten Wimpel und schwenkt sie!“

„Aber die verbrennen die Wimpel doch auch gerne in den Pöhlerbuden!“

„Na ja, Niederlagen ertragen ist nicht so in den Genen verankert! Wichtig ist die Suche nach den Schuldigen. Das vertreibt die Langeweile an sich selbst!“

„Darf man dann noch zwei Üzelchen bestellen, bevor wir die Straßenseite wechseln?“

„Dürfen? Müssen!“

Vier oder sechs Üzelchen später. Auch kein Basketball, weil schon wieder Regen und kein Strom. Man wankt gen Unterkunft.

„Mahler, aber der Hellaswimpel hier, der ist doch schön? Farblich auch.“

„Budnikowski, wissen Sie, daß ein bayrischer König das Bier nach Athen trug einst?“

„Besser als Eulen nach München!“

„Ich hätte gern noch ein Özilchen! Oder zwei!“

„Weia! Der Kalif wird sie enterben!“

„Sind die so schnell beleidigt?“

„Niki i Thanatos!“

„Was ist eigentlich ein Grieche?“

„Der wo hier läben tut!“

„Ich will auch so eine blauweiße Fahne!“

„Reicht Ihnen die eine nicht schon? Schweigen Sie still und bleiben Sie Gast!“

„Sind wir doch eh auf diesem Planet! Sie schwanken!“

„Stets und stolz! Kamschatka oder Wyoming? Wer bin ich? Weia!“

„Dort vorne scheint man noch Getränke zu servieren!“

„Na dann!“

Manchmal naht Rettung nicht nur, sondern sie wartet. Selten leider, aber dann!

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Fifty Ways to Leave Your Country / Rückseite

Montag, 23. Juli 2018 16:50

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It isch not over til its over!

Dieses Land mit der Seele suchend, es gelegentlich finden, falls die Seele nicht grad eben unter einem riesigen Haufen ungewaschener Belanglosigkeiten, Alltagsplackereien, Pflichten und schrecklich Schlichtem unauffindbar verborgen liegt. Man berichtet – dies sogar häufig – von Reisenden, welche nach ein oder etlichen Aufenthalten in diesem gesegneten (Ne!!!) Land sich in der Lage fühlten der zuvor arg ramponierten Seele wieder einen Ehrenplatz in der Erzählung ihrer selbst zu gewähren. Doch dies mag nicht immer und jedem gelingen. Gefahr in Verzuge lauert bei denen, welche im Ticken fremder Uhren, bei der Betrachtung fremder Ordnungsprinzipien und beim Kauen fremder Brote Panik befällt. Dürfen die das ohne daß ich ähem wir? Gerade der teutonische Aufrechtgeher – selbst wenn sein Erbgut schon längst nicht mehr einbahnfrei in Richtung deutschtugendlicher Abstammung zu entschlüsseln ist – neigt zu einer gewissen Anfälligkeit diese Angst betreffend. (Nun gut, nur wer hat, viel hat, weiß was es heißt dies viele zu verlieren!) Paart sich jedoch diese Grundnervosität mit alemannischer Besserwisserei und daran gekoppelten Ordnungswahn, isch es subber schnell over mit dem Spaß. So geschehen vor einigen Jahren als die Apolegeten einer gnadenlosen Austeritätspolitik das Land der Griechen mit Massenarbeitslosigkeit, wirtschaftlichen Niedergang, radikalen Rentenkürzugen und einem absurden Neuwahlkarussel beglückten. Klar ist allen, daß im Seelensuchland Hellas viel Scheiße gebaut wurde, brauch man nicht den Zeigefinger auszufahren. Jedoch setzt sich bei den damals Handelnden langsam die Erkenntnis durch, daß brutale und – auf die Formulierung besteht Archibald Mahler – aufrechtgeherverachtende Sparmaßnahmen ein Land nicht wieder auf die Beine bringt, zumal ein sogenanntes Land weder die Regierung, der Etat und die Nationalbank sind, sondern die darin wohnenden Aufrechtgeher (siehe oben) und ihre Lieder, Erzählungen, Bücher, Kochrezepte und überlebten Katastrophen.

Dies nur als ein knapper Abriß der noch lange nicht zu Ende angerissenen, assoziierten und angeleckten Gedanken unserer zwei Reisenden, welche denen in ihre Köppe fielen, da sie sich umdrehten, um diese zerfallende Fabrik, die hoch über einem der Strände in Kardamili thronte, zu erblicken und zu besuchen.

„Budnikowski, mir gefällt das!“

„Wie, Mahler? Das ist doch kaputt! Und wir kommen nicht rein!“

„Wir sind unwissende Betrachter. Reicht doch!“

„Das sieht aber nicht toll aus!“

„Ochi, der Anblick ist schmerzvoll. Aber ich halte es für angebracht eine offene Wunde, die Dokumente des Niedergangs, hinterlassene Ruinen lange und ohne Eile zu betrachten. Das schamhafte aka aggressive Verhüllen und Leugnen bringt eh nichts!“

„Aber das hier ist keine Katastrophia neueren Datums, oder?“

„Eher nicht! Als Romantiker vermute ich „The Full Katastrophy“! Im Nachbarort lebte der Zorbas. Und der Nikos, der von ihm berichtete!“

„Aber spielt diese Geschichte nicht auf Kreta?“

„Dichterische Freiheit braucht keine Gründe!“

„Mahler, was haben die hier früher produziert? Fischkonserven? Olivenöl? Marmelade? Lammkoteletts?“

„Mein Gott Budnikowski, habe ich einen Hunger!“

Und eben als die Gedanken der zwei Herren vom Hehren hinab in den Ranzen rutschten, zog ein gewaltiges Gewitter auf. Ursprünglich hätte es sich in diesen Tagen eher in Schweden austoben sollen, aber so wirr wie die Aufrechtgeher dieser Tage über ihren Planeten und den angeschlossenen Rasen stolpern, whatever. Mahler lobte trotz grummelnden Ranzens das Dramatische des Anblicks, Budnikowski jedoch mopperte und forderte die Nähe eines TV – Apparats. Alte Gewohnheit. Teutonenbeine und Bälle. Und – zack – fiel der Strom aus.

hellas_05

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