Von den Harten im Garten 5 / Donnerwetter

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„Mahler! Da hinter uns! So schnell! Man mag Angst bekommen!“

„Vielleicht mag ich das an den Bergen! Es geht alles sehr schnell! Oben am Himmel! Und wer nicht hinschaut, wird naß!“

„Mahler! Sie meinen, daß was hinter unserem Rücken, liegt vor uns?“

„Wahrscheinlich! Und irgendwann liegt es wieder hinter uns!“

„Mahler! Und wenn wir uns umdrehen?“

„Budnikowski! Ändert nichts an der Wetterlage!“

„Ah! Ich höre und sehe wie die Berge den Philosophen in Ihnen zurückkehren ließen. In letzter Zeit waren Sie – Verzeihen Sie mir! – ja schon ein bisserl zahnlos unterwegs!“

„Sie haben recht!“

„Wollen wir uns dennoch umdrehen und dem Donnerwetter ins Gesicht schauen?“

„Sollten wir unbedingt!“

(Man dreht sich um. In aller Ruhe. Schweigt. Dann der Hase.)

„Heilige Karotte. Das sieht ja beeindruckend aus!“

„Bei den Lachsen des Ostens und des Westens, das haben Unwetter so an sich!“

„Man meint nie und nimmer werde die Sonne scheinen wieder!“

„Schauen wir was der morgige Tag zeigt. Dies oder jenes!“

„Ich kann mich gar nicht entscheiden! Das gefällt mir schon!“

„Tja. Der Dramatiker benötigt den Knall!“

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Von den Harten im Garten 4 / Auswärtsspiel

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„Wo sind wir?“

„Ich weiß es nicht.“

„Gar am Ende der berühmten Strasse sechsundsechzig?“

„Vielleicht. Der Ehrenwerte Ernst Albert erzählte eben der wunderbaren Pelagia, daß er als Bube sechsundsechzig und später öfters mal hier in der Gegend urlaubte. Meist mit Familie und Schnee.“

„Die Berge in unserem Rücken gefallen mir, Budnikowski!“

„Gibt es hier auch Fischbrötchen, Mahler?“

„Man kann nicht alles haben!“

„Und was gibt es hier außer Marillenschnaps?“

„Steile Wege nach oben! Steile Wege wieder hinab!“

„Runtersteigen tut mehr weh!“

„Da haben Sie Recht, bester Hase. Man hat das Gipfelglück noch im Rucksack. Das drückt auf die Knie.“

„Denken Sie seit neuestem mit dem Knie?“

„Noch ein wönziger Schlock?“

„Ich tupfe meinen linken Löffel ins Getränk! Sollte reichen!“

„Nun, ich werde meine Bachforelle mit dem Getränk beträufeln! Und außerdem bin ich beglückt auf diesem Balkon sitzen zu dürfen! Auch mit Ihnen!“

„Ähem. Sie sehen mich verlegen! Ich glaube, ich werde auch noch den rechten Löffel ins Getränk tupfen!“

„Psst! Hören Sie?“

„Ja. Die Kühe kehren heim von der Weide!“

„Die bimmelnde Kuhglocke! Das OM der Berge!“

„Mahler! Schön gesagt!“

„Danke, Budnikowski!“

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Von den Harten im Garten 3 / Mündungsfeuer

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„Glauben Sie, Mahler, hier leben wir gefährlich?“

„Na ja! Eine Blechbüchse möchte ich hier nicht sein, Budnikowski!“

„Man sagt ja, wer auf Blechbüchsen feuert, schießt nicht auf den Hasen! Stimmt das?“

„Sicher bin ich mir nicht. Aber das ist eh so eine Sache mit den Lebensweisheiten. Fifty / Fifty sag ich mal so.“

„Das heißt, wenn wir hierbleiben wollen, zumindest eine Zeit lang, kaufen wir auch das Risiko mit ein?“

„Besser kann man es nicht formulieren, bester Budnikowski! Nichtsdestotrotz scheint mir dieser Ort hier ein prinzipiell friedlicher Ort zu sein!“

„Glaube ich auch. Sehen Sie das Schild da gegenüber. Da gibt es doch auch ein Lied dazu!“

„Soll ich es Ihnen vorsummen?“

„Wäre nett!“

„Und morgen?“

„Setzen wir uns unter das Schild! Bewegung muß sein!

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Von den Harten im Garten 2 / Die Türschwelle

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„Mahler?“

„Ich höre?“

„So hat man uns denn Einlaß gewährt!“

„Erfreulicherweise, Herr Budnikowski!“

„Aber ist da wer?“

„Ich bin mir nicht ganz sicher!“

„Aber wie soll das gehen? Da öffnet wer die Türe und dann ist man drinnen und dann ist er schon wieder weg!“

„Budnikowski, ich kann mir da keine Gedanken drüber machen!“

„Warum?“

„Weil mir das hier gefällt. Wobei – das gebe ich zu – ein wenig unheimlich ist mir schon!“

„Erklären Sie sich!“

„Schauen Sie mal da drüben!“

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„Jessas!“

„Genau!“

„Da fällt mir ein Lied ein!“

„Singen Sie es laut!“

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Von den Harten im Garten 01 / Erstes Anklopfen

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„Da wären wir!“

„Wo sind wir?“

„Woher soll ich das jetzt wissen?“

„Aber wir sind jetzt hier!“

„Das kriege ich auch mit, Schlauhase!“

„Und wie kommen wir da rein?“

„Einen Schlüssel habe ich auch nicht!“

„Mahler! Warum sind wir hier oder wer hat uns an diese Pforte gebracht?“

„Nennen wir es einfach das Leben!“

„Binsenweisheit!“

„Lebbe ist Binse!“

„Und geht weida!“

„Sag ich doch, Budnikowski!“

„Endlich! Ich will in diesen Garten rein …“

„… der Garten wird nicht Eden sein.“

„Mahler? Wir sollten eine Reimpause machen.“

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Und so weiter. Und so fort. Die zwei Gefährten geraten sich in die Haare ihrer Felle. Nieselregen setzt ein. Es ist schwülwarm und man sitzt vor den Toren und kein Hüter in der Nähe, der bereit ist die Pforte zu öffnen. Situationen, die niemand schätzt. Doch Hilfe naht. Ja. The Old White Upright Go-er called Mister Ernst Albrecht. Er spricht im Dialekt seiner alten Heimat zu den zwei ineinander Verzahnten, die Einlaß fordern, der ihnen noch nicht gewährt wird. Hören wir zu.

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Schell Du it an seller Schelle

Selle Schelle schellet it

Schellest Du an seller Schelle

Selle Schelle schellt

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Und so schellten sie an jener Schelle. Erst schellte der eine. Dann schellte der andere. Und so weiter. Und so fort. Wurde ihnen aufgetan? Wir bleiben selbstverständlich dran. So lange noch ein Lied vom und den Schellen.

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Verschlungene Pfade suchen im Hinterland / 031

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„Mahler! Wir müssen los!“

„Hase! Hetzen Sie mich nicht!“

„Da ist ja wohl andersrum. Viele Hunde sind des Hasen Tod. Sie erinnern sich. Wer hetzt hier eigentlich wen?“

„Budnikowski! Jedoch darf ich bemerken, wie Ihre Ungeduld an meinem Felle nagt!“

„Und Sie prokrastinieren in der Gegend rum. Damit verglichen sind Scholz oder Merkel Spontis!“

„Die zwei von Ihnen erwähnten Aufrechtgeher in Sachen Polis sind mir durchaus bekannt. Aber was bitte, Meister Lampe, ist prokrastinieren?“

„Sie schieben seit einiger Zeit Dinge auf eine lange Bank, eine lange Bank von hier bis nach Wyoming!“

„Seien Sie froh, bester Freund, daß ich nicht die Bank von hier bis nach Kamschatka wählte!“

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(Ähem! Will ja jetzt nicht den Fluß des Gesprächs oder der Gedanken unterbrechen. Jedoch: warne vor der Eskalation. Herzlichst: der Säzzer!“)

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„Mahler! Bitte! Wir müssen los!“

„Gleich kommt ein Gewitter! Ist angekündigt!“

„Das sollten Sie doch selber am besten wissen. Die wahren Unwetter sind die, mit denen niemand rechnete! Glaub ich das!“

„Weia! Budnikowski!“

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(Ähem Numero 2. Siehe oben. Gruß vom Säzzer!)

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Auftritt des Retters. Der Ehrenwerte Herr Ernst Albert naht. Und spricht: „Hallo und Hallöle! Die Herren! Runterkommen! Neues Reiseziel! Koffer packen!“

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PS: Und so sprach doch schon die Omama. Niemals ohne einen Reim ins Bett.

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Den Koffer trage

Nicht hinterher mir mein Freund

Packe ihn jetzt aus

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Es entspannte sich daraufhin ein Gespräch, wovon zu berichten unhöflich wäre. Es ging voran. Meinte sogar der Säzzer! Wir bleiben einfach dran. Gelle!

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