…..

…..
Archibald Mahler steht Kopf. Warum und vor allem wo, wir wissen es nicht. Vielleicht gibt uns folgendes Antwortschreiben an den Herrn Budnikowski einen Hinweis. Wir werden sehen und bleiben geduldig.
*
Mein lieber Budnikowski!
*
Man hat mir Ihr prompt erfolgtes Antwortschreiben übergeben. Aber wie Sie sehen, kann ich es momentan nicht lesen, was natürlich heißt, daß Sie dies nicht sehen können, da ich zum einen in ferner Ferne und Sie, wie ich auch, in kompletter Unkenntnis bezüglich meines derzeitigen Aufenthaltes. Ein guter Geist, ja, denke ich, Geister sind es wohl, die mich umtanzen in diesem Raum, sei es Anstalt, sei es Traumzimmerflucht, hoffentlich einer der Geister, der nicht nur das Gute will und beschreibt, sondern auch tut, handelt, jener stellte mich auf den Kopp, hatte ich doch geklagt, die Welt liefe herum auf ihren Ohren statt auf dem Fuße und der Geist teilte mir mit, nun solle ich solange auf meinen Ohren herumstehen bis es mir aus selbigen rauskomme. Vielleicht könne ich, wer immer dies auch ist, so gewisse posttomatische Verknitterungsstörungen, die sich meist eh als narzisstische Chimären herausstellen, in die Flucht jagen. Verzeihen Sie mir mein laienhaftes medizinisches Fachbärisch! Aber der Kopfstand scheint mir gut zu tun. Das Blut rauscht zurück in den Denkkasten und solang nicht der rote Nebel vor meinen umgekehrten Augen wabert, gibt es keinen Grund diese Übung abzubrechen, zumal ich kein Aufrechtgeher bin, dem der rote Nebel Lebenselixier ist. Oder wie der gescheite Aufrechtgeher Peter Sloterdijk schrieb: „Es geht vielen nicht mehr um ein gutes Leben, sondern darum den eigenen Haß loszuwerden.“ Ich halte Sie auf dem Laufenden .. äh .. dem Kopfstand der Dinge.
*
Freue mich immer über eine Antwort
Herzlichst Ihr
R
E
L
H
A
M
*
D
L
A
B
I
H
C
R
A
…..







