„Für müde Füße ist jeder Weg zu lang.“ / Herbstliches / 3

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„Mahler? Was ist es, was wir in den Händen halten?“

„Budnikowski! Sie meinen, was man uns in die Hände drückte!“

„Wer war dies?“

„Der Photograph ist es gewesen!“

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(Hihi! Das gute alte ‚Ph‘. Gruß (sic!) Der Säzzer)

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„Ach so! Derjenige, welcher! Wahrscheinlich sollen wir wieder nachdenken!“

„Sie meinen Koppzerbreching!“

„Was ist der Unterschied?“

„Beim zweiten Ansatz liegen am Ende nur Denkkrümel in der Gegend rum, bei Ersterem vielleicht ein Kartenhaus übrigbleibt!“

„Was schnell in sich zusammenfallen kann!“

„So ist es!“

„Nun? Was tun?“

„Den Kopp nur noch nach dem Zufallsprinzip herumstreifen lassen!“

„Assozie hol mich der Teufel?“

„Mag man so nennen!“

„Wohlan! Könnte man die roten Dinger Scharfmacher nennen?“

„Sollte man meiden! Also Scharfmacher! Außer in Speisen. Solch Genuß mag milde stimmen!“

„Verstehe! Die Hysterien des gemeinen AGs!“

„AG?“

„Aufrechtg …“

„Vorzügliche Abkürzung, Herr Georg Wilhelm Friedrich Budnikowski!“

„Es ist ja auch zum Karottenmelken, teurer Immanuel Mahler!“

„Diese Art von Tätigkeit wäre mir neu!“

„Ist mir eben auch beim Herumschweifen zugefallen!“

„Exzellent!“

„Was würden Sie, vorausgesetzt man hätte Sie dazu verpflichtet dem GAG …“

„GAG??? Ist dies ein solchiger!“

„Menno! Gemeiner AG!“

„Tremendous, my dear!“

„.. also: was würden Sie dem wünschen wollen?“

„Ich denke das Erlernen einer Pause vor jeglicher Äußerung wäre sinnreich! In vielfacher Hinsicht!“

„Labberramadan? Schlaumeierdetox? Winterschlafpflicht für alle?“

„Am besten Vier-Jahreszeitenpoofen!“

„Wie? Da steh im Wald I! Dies Lied zu pfeifen dauerte dann sehr lange!“

„Gepfiffen war gestern. Der Ehrenwerte Photograph hat uns wieder ein Haiku mitgebracht.“

„Sehr erbaulich, lieber Manu!“

„Bis bald wieder, bester Schorchi!“

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Immer wieder Pause.

Der Gesang beim Reisschälen

hat sich auch verändert

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(Chine)

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Tomari-tomari / ine-suri uta mo / kawarikeri

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„Für müde Füße ist jeder Weg zu lang.“ / Herbstliches / 2

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„Kalimera, Budnikofitis!“

„Yassu, Mahlerakis! Dies sollte an Anmerkungen ausreichen. Ne?“

„Ne! Die Nacht war eine unruhige Nacht. Ihre Füße zuckten, als taumelten Sie durch fremde Strafräume. Ohne Ball!“

„Der Mond war voll und ich war geblendet. Ich wußte nicht, glänzt und funkelt es nun vor oder hinter meinen Augenlidern. Und Sie haben geschnarcht und mit dem Kiefer gemalmt!“

„Ich träumte davon, wie die Lachse wieder heimkehrten. Ich jedoch, bereit zur Jagd, hatte mein Gebiß verlegt und konnte es nirgendwo finden!“

„Lachse? Hier? In der Lahn? Ich höre!“

„Ochi! Ochi! In fernen Traum- und Sehnsuchtslanden!“

„Der Winter naht und unsere Reisen ändern ihren Charakter wieder!“

„Gewiß! Im Klopp … ähem … Verzeihung … im Kopp drehen sich nun die Karusselle.“

„Gerade noch die Kurve gekriegt, Filos Mahlerakis!“

„Feiern wir halt noch ein wenig die Ernte, miou Budnikofidis!“

„Und auch jene, die noch eingefahren wird!“

„Hüten wir also das kleine Pflänzchen den langen Winter hindurch. Wer weiß, wofür das gut ist!“

„Ne!“

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Mond in vollem Glanz –

Ich umrunde den Teich

die ganze Nacht durch

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(Basho)

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Meigetsu ya / ike o megurite / yomosugara

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„Für müde Füße ist jeder Weg zu lang.“ / Herbstliches / 1

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„Wer hat das gesagt, Mahler?“

„Was bitte, Budnikowski?“

„Na, das da oben, was über unseren Köpfen geschrieben!“

„Ach das!“

„Ja! Wer hat’s gesagt?“

„Ich glaube der Schriftsteller, sehr jung dahingegangen, welcher die Kleine häßliche Stadt, in der wir sitzen, als hohle Mittelmäßigkeit bezeichnet hatte!“

„Der hat doch auch Fische aufgeschnitten, oder?“

„Aber nicht um sie zu verspeisen, sondern wegen der Neugierde!“

„Ja, wenn man was erfahren will, muß man gelegentlich an die Innereien ran!“

„Gewiß!“

„Sagen Sie mal, Mahler! Färbt eine Stadt ab auf ihre Bewohner?“

„Sie meinen die Mittelmäßigkeit, Budnikowski? Ja! In Teilen schon!“

„Ist unserer Nachgesinne also mittelmäßig!“

„Gelegentlich wahrscheinlich schon, aber nicht weiter schlimm, wenn man sich dessen gewahr ist!“

„Uff! Danke schön!“

„Entschuldigung, da fällt mir ein, wir wollten doch noch danken wegen der Ernte!“

„Tun wir doch schon. Hier sitzen und freundliche Gedanken austauschen.“

„Feine Anmerkung, bester Hase!“

„Solch ich was pfeifen, bester Bär!“

„Ach, lassen Sie uns die herbstliche Ruhe genießen!“

„Stimmt! Dem beginnenden Abschied vom alten Jahr gebührt Stille!“

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Verabschiedet worden

und Abschied genommen – am Ende

im Herbst von Kiso

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(Basho)

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Okuraretsu / okuritsu hate wa / kiso no aki  (Original)

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Ein Leben ohne Peng! / Teil Vierzehn / !!!

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„Mahler! Sie fallen!“

„Budnikowski! Ich weiß! Aber wo soll ich landen?“

„Ah! Neuerungen! Sie singen und dies gleich zu Anfang!“

„Nun denn! Wenn man sich schon bewegt!“

„Jedoch Sie fallen in den Salat … äh … Spinat!“

„Haben Sie etwas gegen eine nahrhafte Fleischeinlage, Budnikowski?“

„Ehrlicherweise ja, Mahler, spricht der Veggiehase in mir!“

„Zu spät! Sieg der Gravitation!“

„Oder ist es doch eher die Müdigkeit?“

„Beides, mein Herr! Als wie zwei Spielarten der Müdigkeit!“

„Ich höre!“

„Vorfreude auf den heraneilenden Winterschlaf, aber auch tiefe Erschöpfung ob der etlichen Unerquicklichkeiten, die zwangsläufig Folge der Aufrechtgeherbeobachtung!“

„Ach, holde Müßigkeit. Be(ob)achten wir das Gejammer nicht weiter. Wir haben noch zu tun.“

„So ist es. Dank abstatten sollten wir noch!“

„Entschuldigung? Inwiefern!“

„Menno! Die Ernte!!!!“

„Ha! Natürlich! Und nun mein Lied. Ernten wirst Du, was Du gesät!“

„Im Guten wie im Schlechten!“

„Jawoll! Kröpfchen und Töpfchen. Gelle!“

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Ein Leben ohne Peng! / Teil Dreizehn / ???

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Man ist heimgekehrt. Draußen ist es recht frisch in den Nächten. Also ab in die Innenräume. Frühmorgens muß oder kann man schon mal heizen. Die letzten Ernten werden eingefahren. Der einsetzende Herbst scheint für Verwirrung zu sorgen jedoch. Hören wir rein in den etwas obskuren Dialog:

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„Budnikowski! Da haben wir den Spinat!“

„Mahler? Sind Sie sicher, daß Sie ein geflügeltes Wort richtig wiedergeben?“

„Weshalb, mein Gudster?“

„Naja! Spinat? Wohl eher Salat!“

„Da staksen doch die Störche rum, mein Bester!“

„Nun gut, mein Lieber, ich will ihren Gedankenflug, wenn auch etwas wirr, nicht madig machen!“

„Da haben Sie recht. Also sollten wir den Spinat gründlich waschen und nach Maden absuchen. Oder? Und dann lassen wir einen Salat daraus anfertigen!“

„Warum nicht! Wollen Sie von nun an vegetarischer leben? Lachsfreier?“

„Bären fressen alles und halten zur Not auch die andere Backe hin und …“

„Mahler! Stop! Sind reden wirr!“

„Budnikowski! Ist mir voll und ganz bewußt. Naht die Zeit des Winterschlafes, ach schon ein erster Gedanke daran, dann erfüllt es mich mit einer kleinen leisen Traurigkeit und ich bin ganz wirrekirre oder kirrewirre halt!“

„Verstehe! Dazu gibt es ein schönes Lied!“

„Au ja! Darf ich es hören?“

„Gewiß doch! Bitte schööön!“

„Danke Hase Caesar. Aaargh! Ich falle!“

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(to be fortgesetzt)

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Old Archi und Chief Kuno am spätsommerlichen See / Vier

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„Ist der See, den wir sehen, der See dem wir sehnen nach, Herr Mahler?“

„Oder ist der See ein See, den man mal so oder sieht ohne Sehnen hinterher, lediglich als einen See, Herr Budnikowski?“

„Wenn der Nebel fällt und man ihn nicht mehr sehen tut …“

„ … tut tut tut. Dann fährt ein Schiff vorbei.“

„Dann schlagen die Wellen auf die Strandkiesel. Ein Geräusch, welches mir sehr lieb.“

„Gäbe es dazu etwas, was Sie pfeifen könnten?“

„Gewiß, aber später. Morgen müssen wir wieder nach Mittelhessen!“

„Habe ich nichts dagegen!“

„Oha? Warum!“

„Weil man hier oft zu viel See sieht und säht in ihn hinein Bedeutung“

„Genauer!“

„Sie wissen, dass der Aufrechtgeher nicht mein bester Freund ist. Hier aber sind die noch aufrechtgehiger als woanders!“

„Noch genauer bitte!“

„Ich könnte aus der Hose, die ich nicht anhabe, rausspringen, wenn die Aufrechtgeher ihre Neurosen an Anderen abarbeiten, weil sie ihre DREI Gefühlchen nicht sortiert bekommen!“

„Das macht Sie wütend!“

„Nein! Fürchterlich müde!“

„Dann fahren wir besser nach Hause!“

„Und Sie pfeifen dazu?“

„Von den Wellen!“

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