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Können Wale husten? Machen sie dabei einen Buckel? Husten sie, wenn denn, mit oder ohne Auswurf? Ein Morgen schien nah. Der Schlaf des Mahler wurde unruhiger, die Träume wirrer. Diese Explosion eben, geträumt oder stattgefunden? Und flog nicht daraufhin der Budnikowski an ihm vorbei. Richtung Licht. Dort. Da hinten, wo sich eine Öffnung auftat? Grell und heller. An-SCHEIN-end. Und, nicht vergessen, was war das noch mit dem Beten? Den Bitten? Den Göttern? Dem einen Gott? Der vielleicht VIELE ist? Ach Gottchen aber auch! Nur eines schien dem Mahler gewiß: er saß, träumte, oder auch nicht, den Gefährten in den Armen haltend. Aber: lebte der noch oder war es eine leblose Hülle nur, eine Erinnerung, eine seelenlose? Wenn dies kein Alptraum ist?
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In manchen Träumen, auch wenn sie noch so zappenduster sind und wirr, denkt mancher klarer denn im Hellen. Na ja! Mahler kann das. Er denkt an die Aufrechtgeher und daran, daß diese die meisten Verbindungen zu den Göttern unwiederbringlich gekappt haben, daran daß die Viecher aller Art, die als Boten zwischen den Welten hin und her eilen, mit eventuellen Weisheiten beladen, von den gehetzt blinden Aufrechtgehern nicht mehr erkannt werden, daran daß die Meldegänger so also vor vernagelten Häusern und Hirnen stehen, während die Aufrechtgeher sich mit Benzin besaufen und ihre Klagen heulen. Und strandet ein verendender Götterbote vor ihren Küste, nennen sie ihn in kindischem Sentiment Timmy (Warum nicht gleich Lassie? Der Säzzer), statt sich mit der Botschaft der armen Kreatur zu befassen. Mahler, dem Friedvollen, wuchsen gräßliche Eckzähne.
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Und Budnikowski sprach zu dem Bären. Hatte sich die Hülle in des Bären Arm wieder mit Leben und Herz gefüllt? So war es. Geträumt oder geschehen. Budnikowski hatte ihn gebeten, von seiner bärigen Wut Abstand zu nehmen, er selber wäre draußen gewesen, hätte den Bauch des Wals verlassen, unfreiwillig oder nicht, draußen vor dem Maule wäre er gewesen, dort sei es licht und hell und warm und er würde sich, dies unterstrich er mit fuchtelnder Geste und Deutlichkeit, außerordentlich über des Bären Gesellschaft dort draußen freuen und, dies nur als eine Warnung en passant, es sei an der Zeit sich auf den nächsten GROSSEN HUSTENANFALL vorzubereiten. Derweilen sänge er sein neues (Lieblings)liedchen und er, der Herr Mahler könne, wenn es beliebt, aber man rate wohlweislich dazu, schon mal darüber nachdenken, was er so zu beten und bitten gedenke, falls er dies als eine lohnenswerte Tätigkeit betrachten wolle. Was der Mahler dann auch tat. Denn sein Traum verdichtete sich, nahm Tempo auf, wie dies Träume kurz vor dem gerne schreckhaften Erwachen tun und das frommfrohe Lied des Budnikowski gewann an Lautstärke und Lautstärke. Und es rummste. Gewaltig. Ein Vorgang zerriß. Felsen gerieten in Bewegung. Um Gottes Erbarmen!
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(Uff! Der Traum ist aus! Aber ich werde alles geben. Und: FROHE OSTERN! Der Säzzer)
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