An (dummen auch) Gedanken riechen 2025 / 04

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„Herr Mahler! Meinen Sie, wir haben genug gelernt über das Buch gebeugt?“

„Ich weiß nicht so recht, Freund Budnikowski!“

„Die freundliche kleine Frau winkt und winkt! Sind wir gemeint?“

„Mich beschäftigt eher dieser Kasten in unser aller Rücken!“

„Ist das nicht so eine Art Gewächshaus?“

„Vielleicht und die Sonne scheint in den letzten Tagen und heute weiterhin und hin und weiter.“

„Soll ich die freundliche Dame ansprechen mal?“

„Haben Sie schon neue Worte der fremden Sprache parat?“

„Ready sogar!“

„Na dann, bester Hase ohne Brille!“

„Hello dear and friendly Lady Blue! Why … sorry … winken Sie uns die ganze Zeit zu?“

„Dear! As long as the sun is shining on my handbag, I will be able to wave a friendly hand towards you gentle fellows. The little greenhouse in your back will be your challenge in the next months. We’ll meet again tomorrow!“

„Thank you. Aber ich habe nichts verstanden. Sie, lieber Bär?“

„Lassen Sie uns nochmal vertiefend das Wörterbuch betrachten!“

„Die kleine Dame winkt noch schneller!“

„Na ja! Die Sonne scheint noch wilder und wilder dieser Tage!“

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An (dummen auch) Gedanken riechen 2025 / 03

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Nun denn. Es dauert. Oh die Geduld gefragt. Seit Tagen nun beugen sich die beiden Gefährten Mahler und Budnikowski hingebungsvoll über dieses neue Kompendium und versuchen sich die fremden Worte zu eigenen Worten zu machen und sie sinnvoll und vor allem für die kleine, blaue und ständig winkende Dame verständlich, mit eigener Mitteilung zu verbinden. Budnikowski verzweifelt gelegentlich, Mahler zeigt sich schweratmend, was bei ihm bedeutet: er ist etwas verwirrt. Die Sonne scheint dabei voller Inbrunst durch die Fenster, doch tritt man vor die Türe schwitzt es einem entweder oder man friert am nächsten Tag halt wie der berühmte Schneider. Aber über das dahinschwindende Gleichmaß in der Aufrechtgeherwelt zu lamentieren, haben sich die zwei Gefährten lange schon abgewöhnt. Bringt eh nicht. Man hatte eine Aufgabe vermittelt bekommen. Study the book. Die kleine Frau ist freundlich. Und nichts anderes als ein wenig Freundlichkeit zurückzugeben ist ihr Begehr. In dieser anderen Sprache eben aber. Uff. Lassen wir sie noch ein wenig pauken. Suhn we‘ ll meet ägenn in this little theatre. Luck an! First Learningerfolgs! Take Kehr!

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An (dummen auch) Gedanken riechen 2025 / 02

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„Good morning, my dear!“

„Ah! Hilfe! Wer spricht?“

„What I just said, my dear, was that I would like to wish you a very good and pleasant morning!“

„Äh! Hilfe! Überfall!“

„Don’t you get embarrassed, my dear little hare without spectacles! I only have to remind you that wintertime is over. Highest time to get up and start into a new year, my little lazybone!“

„Lassie? Bohnen? Spektakel? Sind Sie Regisseurin? Hair? Sind Sie Friseurin? Ich müßte dann mal! Tschüüüüß!“

„Don’t you run away, my little white wonder! Your friend, Sir Archie the bear, has gotten a book! For the two of you. So for you too!“

„Wie? Archie? Bär? U2?“

„Study the book. Soon you will be with your friends. And we will all meet again!“

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An (dummen auch) Gedanken riechen 2025 / 01

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„Good morning, my dear!“

„Aaargh! Röchel! Schnief! Was?“

„What I just said, my dear, was that I would like to wish you a very good and pleasant morning!“

„Äh! Ähem! Ich! Wer? Was?“

„Don’t you get embarrassed, my dear Mister Mahler! I only have to remind you, that it is time to get up and start into the new, meanwhile a little bit elder year!“

„Ich verstehe kein Wort! Kennen wir uns? Mahler? Sie mich?“

„You don’t know me. But me, I know who you are. Excuse me. Let me be precise. A member of your kinship is a dear friend of mine!“

„Ich brauche erstmal einen Tee und was zu essen!“

„I would recommend toast with orange marmalade!“

„Sie sind sehr lieb, werte Dame! Das merk ich wohl! Aber ich verstehe immer weniger! Und warum machen Sie jetzt Ihre Handtasche auf?“

„That’s your breakfast, Mister Archie! And don’t you forget to wake up your little white compagnon!“

„Oh! Madame! Das riecht aber sehr gut! Aus Ihrer Handtasche heraus! Und was ist das für ein Buch?“

„Study it! It’s a dictionary! We meet again tomorrow. Or on an other day!“

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Veröffentlicht unter Gedankenriechen | Kommentare deaktiviert für An (dummen auch) Gedanken riechen 2025 / 01

Rau die Nacht und was der Tag gebracht / Epilog

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„Endlich, nachdem jetzt der alte Mahler unten seine eintönige Hirnerei eingestellt hatte, konnte sich auch Budnikowski nicht mehr länger aufrecht erhalten. Die lange Nachtwache, der scharfe Karboldunst, der berauschende Rauch, der das ganze enge, schwüle Zimmer füllte, das feine Ticken der Taschenuhr drüben vom Sofatische her, das leise, unermüdliche Brühen und Blaffen, mit dem sich das Öl in der kleinen, tief heruntergeschraubten Lampe verzehrte, sein eigenes Blut, das ihm in den Ohren summte und zwischendurch wie fernes, dünnes Glockengeläute klang: das alles betäubte ihn! Er hatte sich jetzt in den alten, großen, kattunenen Lehnstuhl dicht neben dem Bett noch tiefer zurücksinken lassen. Die glitzernde Flüssigkeit in dem halbvollen Glase neben ihm, die er vergeblich zu fixieren suchte, war jetzt in einen orangefarbnen Lichtklecks verschwommen, der allmählich ins Bläuliche überging, Schließlich war’s nur noch ein braunroter Funke, der übrigblieb, zuletzt war auch der verloschen. Alles schien jetzt schwarz! Das Glas, das Bett, die Lampe, das ganze Zimmer … Sein Kinn war ihm auf die Brust gefallen, er war eingeschlafen.“

„Mahler? Schlafen Sie schon?“

„Budnikowski! Was für eine Frage!“

„Für immer etwa?“

„Warum denn auch auch? Aber ab heute schon!“

„Und was haben Sie da eben im Schlaf kursiv gesprochen?“

„Das war nicht ich. Es war der Meister Albert. Er hatte mir vorgelesen in meinem ersten Traume des Jahres. Eine Erzählung, welche ihn beflügeln soll oder möge fortan für das eig’ne Schaffen!“

„So bin ich beruhigt und ruhe nicht an einem Grabe, sondern an einer Bettstatt?“

„Was gerne mal dasselbe!“

„Aber später! Viel später! Versprochen?“

„Ich bin nicht freiwillig hier und deshalb gehe ich nicht freiwillig weg von hier!“

„Na dann! Gute Nacht!“

„Eben! Schlafen Sie wohl!“

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Veröffentlicht unter Autor: Christian Lugerth, Rauhnächte | Kommentare deaktiviert für Rau die Nacht und was der Tag gebracht / Epilog

Rau die Nacht und was der Tag gebracht / 12te

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„Budnikowski! Es geht zu Ende!“

„Mahler? Ist Ihnen nicht gut?“

„Müde bin ich, sehr gemüdet, ja, aber ich beziehe mich auf die begleiteten Nächte und den Rauch!“

„Verlassen Sie uns nun, die Geister?“

„Ich glaube sie ziehen sich zurück, aber wenn wir mögen, sind sie weiterhin da. Im Hintergrund. Auch die Geister sind wahrscheinlich rechtschaffen müde geworden über die Tage!“

„Denke auch. Man stelle sich nur vor, welche Unmassen an Wünschen sie zu betrachten hatten. Die Guten ins Töpfchen. Die Schlechten, wohin auch immer!“

„Und wieviel unsinnig vermessene Wünsche auch im Rauch!“

„Ich hoffe, wir konnten dies vermeiden!“

„TOITOITOI!“

„Und nun? Mahler?“

„Bleibt mir es nur den Ehrenwerten Ernst Albert zu zitieren, der da gestern davon sprach sein eigener Geist gewesen und sein zu werden. Da sinne ich mal nach. Oder träume darüber!“

„Ja. Der Ehrenwerte hatte einst davon gesungen. Vom Geist in der Geisterstadt!“

„Na dann!“

„Eben!“

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Veröffentlicht unter Autor: Christian Lugerth, Rauhnächte | Kommentare deaktiviert für Rau die Nacht und was der Tag gebracht / 12te