Des Mahlers Rückkehr und der Budnikowski folgt nach! Oder ist es diesmal umgekehrt? / 001

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„Teuer Budnikowski?“

„Wie bitte?“

„Äh. Teurer Budnikowski. Ob Sie vielleicht mal könnten?“

„Mahler! Freund und Kupferstecher! Wach ist man wieder?“

„Bitte! Ihre Lautstärke! Noch spreche ich nur von Rückkehr! Getätigt ist da gar nichts.“

„Nun denn! Mag ich mich beherrschen!“

„Budnikowski! Ein klein bisserl lauter bitte. Man mag Sie gerne verstehen. Unser Dialog soll ja nicht zum „Tatort – Schauen“ verkommen und Hörgerät bestellen wollen müssen inklusive!“

„Was wollen Sie eigentlich?“

„Ach, das neue Jahr beginnt mit Verpflichtungen!“

„Welches Jahr, Herr Bär, täte dies nicht!“

„Aber ich hatte sogar etwas versprochen!“

„Und das wollen Sie jetzt halten, das Versprechen. So wie ich Sie kenne!“

„Gewiß! Wer am gemeinen Aufrechtgeher rumkrittelt, sollte wenigstens denken, bevor er Worte, welche als verpflichtend aufgefasst werden könnten, in den Äther haucht!“

„Ich höre!“

„Gestern sprach ich mit dem Ehrenwerten Ernst Albert und gelobte Ablösung in Sachen auf die Welt schauen. Und jetzt blicken Sie mal aus dem Fenster bitte!“

„Ich verstehe! Kalt! Eiseskalt! Und kein Aprilscherz! Oder ist schon wieder Weihnachten?“

„Eben! Wir müssen raus! Dennoch! Manchmal mag man sein Gewissen verfluchen!“

„Bester Archibald und Gefährte! Sie wissen, daß auch ich eher den wärmeren Gefilden zugeneigt bin, aber – und hier will ich nicht vorgreifen – der dieser Tage herrschenden Kälte müssen wir unseren Pöter konfrontierend gönnen!“

„Sie meinen, sich reinsetzen mit Konsequenzen?“

„Ich befürchte es!“

„Budnikowski, auch wenn ich es so noch nie ausgesprochen habe: Bitte gehen Sie voran!“

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„Auch dieses Jahr ein paar Gedanken ins Buch geklebt!“ So sprach der Bär und legte los / 027

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„Was bleibt nun von den letzten Tagen?“

„Das, Budnikowski, was wir mitnehmen können.“

„Gell Mahler, manchmal ist das schwer!“

„Und ob!“

„Aber: Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.“

„Respekt! Hohe Kunst des Nachsinnens, lieber Hase!“

„Herr Bär und Meister: ich gestehe: es ist entlehnt: von unserem Ausblick!“

„Aha! Ich begreife. Aber eine kleine Stilkritik. Meister Eckhardt hätte niemals soviele Doppelpunkte benutzt.“

„Die gab es halt im Spätmittelalter noch gar nicht!“

Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.“

„Auch geklaut? Und das heißt?“

Das Beste und Herrlichste, wozu man in diesem Leben gelangen kann, ist, dass du schweigst und Gott wirken und sprechen lässt.“

„Sehr schön, lieber Mahler. Dann schauen wir hinab und wie die Nebel sich auflösen!“

„Das war mein Lieblingsmoment. Die Minuten beim sogenannten Meister Eckhardt – Blick!“

„Und jetzt?“

„Psst!“

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„Auch dieses Jahr ein paar Gedanken ins Buch geklebt!“ So sprach der Bär und legte los / 026

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„Also mir war ein wenig unwohl dort, lieber Mahler!“

„Verstehe ich, Budnikowski. Auch dreissig Jahre nach dem Vorgang, der zusammenführte oder dies zumindest vorgab so zu tun, haben hier doch etliche das Gefühl den Sezessionskrieg verloren zu haben!“

„Deshalb hatte der Chef der Restauration einen Cowboyhut auf dem Kopf?“

„Möglicherweise! Fragen Sie mal den Herrn Ernst Albert, was sein Meister dazu bemerkt!“

„Einen Sezessionshut auf den Kopf setzen? Trotzdem: Schönes Lied!

„Eines meiner Lieblingslieder. Also von jenen vom Ehrenwerten Ernst Albert abgehörten.“

„Mahler! Ich bin müde, aber heute Abend noch bedingt lernbereit!“

„Na ja, Budnikowski. Aus den eigenen Ängsten keine vorschnellen Urteile schnitzen!“

„Uff!“

„Oder gar Weia!“

„Unser Hotelzimmer ist ein freundliches. Oder, Mahler?“

„Besucht man das Fremde ist das Fremde fremd. Sonst könnten wir zuhause bleiben. Da ist es oft sehr eng!“

„Morgen gehen wir heim?“

„Leider! Wir fassen es aber nochmal zusammen! In vierundzwanzig Stunden!“

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„Sie können halt nie die Füße stillhalten!“

„Wer, Herr Archibald?“

„Na ja, die Aufrechtgeher halt! Wo man wandert oder steht: die Zeugnisse Ihres Wütens!“

„Na ja, die wollen ja auch was im Fressnapf haben. Schaffe, schaffe! Nur dies hilft da!“

„Sie haben ja recht, zum mindestens in den Teilen, die ich Ihnen zugestehen mag.“

„Und schauen Sie mal um die Ecke da vorne! Auch das kann bleiben nach dem Abbruch des – wie Sie es nennen – Wütens gegen die Natur!“

„Weia! Das ist der schönste Bergsee seit langem!“

„Made by Aufrechtgehers Hacken und Schaufeln!“

„Tja. Man spiegelt sich nicht in den eigenen Worten, sondern in den Taten!“

„Haben Sie den Pfad der gelassenen Erkenntnis erklommen, bester Grummelbär?“

„Es ist nie zu spät, mein Goldhase! Jedoch, eine kleine Anmerkung noch, die Sonne muß helfen. Sonst bleibt der Spiegel blind!“

„Jetzt habe ich Hunger!“

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„Hier war mal was!“

„Und jetzt ist es weg!“

„Sie sagen es, Budnikowski!“

„Und was war da mal?“

„Die einen sagen so, die anderen sagen anders!“

„Das kennt man ja!“

„Wir werden keine neue Variante hinzufügen können!“

„Was dann, Herr Mahler?“

„Weitergeben halt, was man uns zutrug!“

„Nun denn! Erste Frage. Können Bäume Schnaps trinken?“

„Weiß man es? Aber die Mär ist die folgende. Hier, am Fuße der Buche, machten die Waldarbeiter Rast, um einen Kurzen zu zischen!“

„Und was wäre das mal so und dann das anders?“

„Na ja, Budnikowski. Die einen sagen, auf dem Nachhauseweg wurde gerastet und einer gekippt aufs Tagewerk, die anderen sagen auf dem Weg in den Wald und zu den Bäumen wurde sich Kraft angetrunken.“

„Ich glaube ja beides ist möglich!“

„Das, mein Freund, vermute ich auch. Und finde es auch angemessen!“

„Feierbiest Mahler!“

„In Maßen durch das Leben rasen …“

„ … können Bären und auch Hasen.“

„Ein Prosit tönt durch finst’ren Wald …“

„ … ich hoffe doch der Schnaps ist kalt!“

„Wir werden immer banaler, Budnikowski!“

„Den Göttern sei Dank! Um Sie zu zitieren, Herr Bär! Und warum fiel die Buche?“

„Ich denke man hat, morgens wie abends die Stamperl am Fuße des Baumes ausgeleert. Nach ein paar hundert Jahren haut das jeden um!“

„Ich habe Durst!“

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„Auch dieses Jahr ein paar Gedanken ins Buch geklebt!“ So sprach der Bär und legte los / 023

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„Budnikowski?“

„Mahler! Sie sprechen?“

„Freiwillig gar!“

„Weshalb? Die Sonne? Steigende Temperaturen? Eine Rast?“

„Das Monstrum vis a vis!“

„Da will ich gar nicht hinaufschauen! Man stelle sich vor man fiele hinab!“

„Dazu muß man erstmal hinaufklettern!“

„Täten Sie das wollen?“

„Unentschieden!“

„Mir graust davor! Unten in die Sonne schielen statt der Schwielen ist mir lieber!“

„Was mich umtreibt, der Anblick ist mir kein fremder Anblick!“

„Der Frühstücksraum! Mahler! Der Frühstücksraum!“

„Hä?“

„Im Frühstücksraum der Herberge ein Bildnis an den Wänden hängt, fast prangt!“

„Welche Herberge?“

„Blödbär! Wir wohnen hier dieser Tage!“

„Deshalb anders kann’s nicht sein …“

„Blicken wir auf den Falkenstein …“

„Budnikowski! Das war einer der dümmsten Reime, die wir hier jemals in den digitalen Äther hauchten!“

„Mahler! Auch das muß mal sein. Vor allem wenn man vergaß, was man eigentlich erzählen wollte!“

„Budnikowski!“

„Ich höre?“

„Jetzt fällt es mir wieder ein! Hier ist es schön!“

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