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Da hielt nun der Budnikowski des Bären Nachricht in den Pfoten. Er hatte sich nicht wirklich riesige Sorgen gemacht. Er kennt seinen alten Kumpanen und Nachdenkbären gut genug, um zu wissen, daß dieser immer wieder seine Rückzüge benötigt. Ein wortloses Hinausblicken und ein aufmerksames in sich Hineinhorchen sind dem Mahler Lebenselixier. Vermisst hat er ihn dennoch. Und freut sich also antworten zu dürfen. Lesen wir rein.
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Teuer Mahler!
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Da sind Sie ja wieder. Man hat mir Ihr Schreiben übergeben. Selbstredend, Sie Kokettier, können Sie mit Antwort rechnen. Ich hoffe Ihnen helfen zu können in Sachen Selbstentdeckung und momentanen Aufenhaltsort. Wo Sie sich befinden, ist auch mir momentan noch vollkommen unbekannt. Was ich erinnere ist, wie Sie am Ende unserer letzten gemeinsamen Wanderung die Hand des verehrten Geheimrates berührten. Und plötzlich begannen Sie in Zungen zu reden. Mir schien Sie machten sich selbst fürcherliche Vorwürfe. Sie seien faul geworden, zu faul, hörten nicht mehr auf Ihre innere Stimme, Zeit wäre es, höchste Zeit einiges auf die Füße zu stellen, was dieser Tage auf seinen Ohren durch die Welt laufe. Dann waren Sie fort. Erst dachte ich eine Faust hätte Sie ergriffen und hinaus ins Grüne geschleudert, aber dann sah ich doch, wie Sie von dannen tapperten, Ihr ehemals Abbes Bein hinter sich herschleifend und hörte Sie noch rufen in der Ferne: „Nachdenken muß ich! Nachdenken!!!“ Und da ich Sie nun lang genug kenne, dachte ich mir: „Laß Ihn ziehen den Denkbären und mach Dir keine Sorgen!“ Lieber Mahler, sollten Sie sich, worum ich herzlichst bitte, nochmals melden, lese ich Ihnen was vor. Auch über den Geheimrat. Und verlieren Sie nicht den Humor. Wir alle laufen mit einer Pappnas‘ durchs Leben.
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Einstweilen Grüße und bis denne
Kuno von und zu Budnikowski
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