Beitrags-Archiv für die Kategory 'Hömma, wat ich grad am Denken bin'

Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 9)

Sonntag, 27. Juni 2010 19:37

wm_sieg

Ich sach ma so: Thank you, Albion! Dat erste Spiel, wo die Gesänge dat Getröte übertönen tun. Sorry, Albion! Dat is eine ganz klare Kiste inne Minute fünfundreissig. Und an alle meine Landskameraden inne hitze- und pilsbedingte Euphorie, und an Kai „Das ALO“ Dieckmann ganz besonders, kann ich nur appellieren müssen tun: Rache für Wembley? Lasset sein! Revanchefoul is immer Rote Karte! Inne tiefer gehende Diskussionseinheiten mit meine alte Kumpel und Three-Lions-Anhimmler Archibald wird die Frage nache Notwendigkeit vonne Einführung von Torrichters und Kameras und alle Arten von Gerechtigskeits-Schnickschnack behandelt werden tun. Und hömma: dat war tiefe Sportlichkeit von die alten Herren vonne Insel, die Knöchel von unsere wunderbare Jugendbande nich zu Brei zu kloppen. Kannse Dir vor Deine innere Auge ausmalen, die nich gegebene Hütte gegen Argentinien, Italien un wat weiß ich? Und Mick Jagger musse ersma auffe Tribüne sitzen haben als Supporter. Also fertig mit die alte Schlachtbildmalerei! Getz zurück zur Pöhlerei! Langsam geht et los! Da bisse am denken, dat dauert, dat wird zäh! Dann haut der Neuer dat Ding anne gegnerische Strafraumgrenze: und, wat soll ich saren: ne, dat kann nich dat Gespenst M.K. gewesen sein, dat is seine Clon vonne letzte WM, Ellenbogen raus und: ZACK! Hütte gemacht im Fallen! Glaub ich dat! Dat is Zeitreise pur! Zenklose is back! Der Werbeprinz kurz danach mit Scheuklappe fürre Nebenspieler. Befürchtungen! Et wogt. Doppelpaß germanisch, Latte angelsächsisch. Und dann: ich sach mal so: Wo Müller draufstehn tut, is großartige Pöhlerei drin! Wat ein Paß, un der linke Fuß vom allzu oft im Eigensinn verhafteten Herrn Podolski sei hiermit gepriesen. Freude praecox inne Mannschaft und in die Reporterkabinen und inne Folgerichtigkeit: Boateng un der vorzügliche Herr Neuer sind eine grobe Verschätzung am produzieren tun. Un der Herr Schiedsrichter im direkten Anschluß dito! Kannse Gebete für anne nicht vorhandenen Fußballgötters senden! Pause und: Herr ARD, kannse mir mal erzählen tun, wat dat Blondie vonne Fanmeile, wo die hysterischen, geschminkten Teilzeitfussies am kollabieren sind, mit die Pöhlerei zu tun hat? Halbzeit zwei is für et Nervenkostüm eine Prüfung inne erste Viertelstunde. Albion rollt! Und wie hat et der Herr Kommentator Simon (Ich sach mal so: Weniger is mehr!) ausgedrückt: „Der Ball senkt sich wie ein Stein aufs Aluminium!“ Hömma Steffen, der Preisträger vonne Lesetage in Klagenfurt is am feststehen! Dann die zehn Minuten, wo ich inne komplette Fassungslosigkeit verharre und sage: Herr Arne Friedrich, wat Sie seit die Duell gegen die Ghanaer an Leistung inne germanische Strafraum zaubern, dat is kurz vor Kohler! Der Rest: Thomas Müller! Thomas Müller! Und der Neuer hält et fest. Bewegungen allenthalben! Rein oder Raus? Raus und Rein? Wer is dat? Gomez? Kießling? Rooney kann dat nich gewesen sein! Abpfiff! Da bleibt Erinnerung haften. Der Hitze geschuldet un den nachmittäglichen Pilsken: dat Schlußwort dem Herrn Podolski: “Die Brust ist erstmal da!” Dat will ich doch hoffen! Auf innet Finale! Auch wenn et dann die Frau Merkel un der Herr Niedecken sind, die die prominenten Sitzbänke besetzen tun werden.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

Thema: Hömma, wat ich grad am Denken bin | Kommentare (2) | Autor: Christian Lugerth

Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 8)

Donnerstag, 24. Juni 2010 8:42

wm_sieg

Ich sach mal so: vielleicht sind et die meteorologischen Daten: fünf Grad in Johannisburg un rabenschwarze Nacht. Dat is kein Spaß  und also isset nich weiter verwunderlich, wenn sich die Pöhlerei von unsere Nationale Jugendtruppe wieder anne gute alte germanische Tradition erinnern tut und dat macht, wat sie kann: malochen. Nix mehr mit die Balltretkunst vonne Gala gegen Arminia Australien oder zumindest spielerische Ansätze wie beie verdiente Niederlage gegen Eintracht Serbien. Dat Ganze erschöpft sich in zwei lichte Momente von unsere gelsenkirchenstämmigen Mesut, wobei die Vergeigung vonne erste Chance schon gomezoid war. Dat, nur nebenbei, war eines von meine Highlights, dat der Herr Gomez draußen vor geblieben war. Nee getz mal ehrlich: dat Betrachten von die Partie: dat war Maloche pur. Ersmal fängt et damit an, dat eine schwachmatige Hiphop-Combo mit die üblichen Insignien vonne coole Männlichkeit anne Jacke durch eine Hometown rennen tut und dummdreiste Reime über die Pöhlerei zu billigste Rhythmen singen tut. Herr ARD, können wir dat bitte lassen? Dann erzählt Dir jeder Jungpöhler inne überflüssigsten Interviews inne Geschichte der Menschheit, dat er „focussiert“ is und dat der Zweifel nicht im Herzen wohnt, der Siech sicher gebucht und sonst wat an Larifari. Hamm die keine eigene Wortschätze mehr inne Labbertasche? Überall Orakel, Weißsagerei. „Kannse im Gesicht vom Müller schon wat sehen tun, ob er seine Gelbe Karte inne erste oder zweite Halbzeit abholen tun wird?“ Gott sei Dank gibbet noch Herrn Netzer, der dann sacht, dat Pöhler, die aussem Bus aussteigen eben ausehen tun, wie Pöhler, die aussem Bus aussteigen tun. Dann geht et los, wat übereifrig, der Werbeprinz hat wie immer seine energische erste Viertelstunde und dann is er sich am unter die Grasnarbe begeben, in et kölsche Versteck. Khedira rast los und nach zehn Minuten überlegt er et sich anders und bleibt konsequent wech von die Pille. Nur der einsame Herr Schweinsteiger gibt den Capitano un is am rennen, bis der Oberschenkel platzen tut. Der Rest trägt die Parole auffe Brust „Wir haben keine Angst, aber die Hosen voll!“ Der Kommentator is den Gegner am klein reden, weil er wohl hoffen tut, dat dat dat Spiel von die Unseren beflügeln könnte. Dat ging inne volle Hose. Dat Team von Ghana unter die Leitung von einem sehr dezenten Kevin Prince B. – Nix war mit die herbeizitierte Brüderkämpferei! Schade, Herr Kai Dieckmann, Du Vollpfosten!– hatte nur einen Fehler, allerdings vonne fundamentale Prägung: leider keine Hütte gemacht! Vielleicht sollten sie auffe Trainingsplätze auch dat ein oder andere Tor aufstellen und die Spielers anweisen, dat Runde innet Eckige und so weiter. Ansonsten is dat gepflechte Pöhlerei, wat die anbieten. Und et hat Gott sei Dank knapp gereicht für die Letzten von Afrika. So getz geht et gegen die Freunde von die Insel und da können die ersten Übungen für  die Elfmeterschießerei schon mal eingeläutet werden, Herr Bundestrainer. Und noch wat, und da brauch ich gar nich inne detailierte Beschreibung hineingehen. War dat der dritte Torpfosten, oder war dat der Herr Mertesacker, von wo die Pille in Permanenz unkontrolliert innet Spielfeld zurück am springen war? Dat waren vielleicht Schmerzen! Aber, Butter bei die Fische, dat Nivea von die Großen Pöhlerei Festspiele is bis getz auf erschreckende Niedrigkeit un die Chancen von unsere Herren Nationale Jugendtruppe bleiben in intakte Form. Und natürlich is man weiterhin „focussiert.“ Kär, Kär, anstrengend is dat schon.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am Denken bin! (Folge 7)

Freitag, 18. Juni 2010 17:30

wm_niederlage

Ich sach mal so: der Referee aus die spanischen Lande war gewiß wat fimschig am pfeifen, aber den Pabst hasse nich immer inne Tasche und manchmal folgt die Strafe auffen in feine italienische Treterchen gewandeten Fuß, lieber Herr Bundestrainer. Wat hab ich hier schon vor dem Gespenst meine Warnung ausgesprochen! Et is nich so, dat ich den Herrn Klose perdu nicht ab können tu. Früher war dat der von mich geehrte Zenklose. Aber wenn et gegessen is, is et gegessen. Hömma Herr Löw, da sind Sie eine schöne System in die Nationale Jugend am hinein trainieren: Kopf oben, Kirsche schnell weiterleiten, ständige Bewegung, nicht rumhirnen tun, den ersten Ball direkt inne Verwertung, Risiko. Zack. Zack. Zack. Den Fuß immer auffe Kupplung und dat Portemanne anne Kasse inne Hand, nich inne Handtasche. Unser ehrenwerter Miro, der kann dat nich mehr und ich weiß, dat sie dat wissen, aber mit ihre badisch – rechthaberische Nibelungentreue musset ja so kommen. Getz für die ganz Doofen. Und inne deutsche Hochsprache formuliert: Ein Stürmer bekommt zweimal die gelbe Karte gezeigt. Leider zu recht, weil er, in der Rückwärtsbewegung, einem gegnerischen Spieler hinterher rannte und ihn auf Grund mangelnder Geschwindigkeit in der Nähe des Mittelkreises von hinten von den Beinen glaubte holen zu müssen. Und dann auch noch die abgelutschteste aller Entschuldigungen benutzt: TAKTISCHES FOUL! Der Mittelstürmer, zu langsam, in der Nähe des Mittelkreises? Was macht er da? Fleißpunkte sammeln? Hallo? Oder kurz und inne geforderte Knappheit. Der Mann is abgelutscht und der Serbe in seine Abgezocktheit weiß dat. Und wennse dann noch den Özil mit eine gewisse körperliche Direktheit erschrecken tust und er darauf inne Bremer Form mutiert, is der Drops gelutscht. Klar, dat Elferding muß der Werbeprinz machen, aber er hat sich bemüht, auch wenn da der Eigensinn in bedenklicher Kölner Form gelegentlich am aufblitzen war. Wacker auch der Khedira, der Müller und allen voran der Herr Schweinsteiger, der et rein vonne Physischkeit als einziger mit die Herren aus Serben aufnehmen konnte.

Inne Halbzeit zwei war dat wieder eine Deutsche Nationalequipe, wie Du sie kennen tust. Dat Abspiel ungenau, der Wankelmut inne abschließende Situationen und dat einmal Denken zu viel. Man kann et auch Angst nennen. Und der Herr Löw, und dat tut mir nich gefallen, is am Hadern, seinen Spielers den theatralischen Rücken am zukehren und tut rummoppern, anstatt die Jugend anzutreiben. Und red er sich nicht raus mit die Uweseelas! Und Zuordnung, als dat serbische Tor im Netz zappelte? Nich wirklich! Friedrich, Mertesacker und Lahm nachem alten Motto: „Nimm Du ihn getz, ich kann grad nich!“ Und der Badstuber mit dem blonden Krasic auffe rechte Seite? Ich sach mal so: problematisch. Ich vermute in meine dramaturgische Erwartung, dat wir uns getz auf dat Brüderduell Boateng – Boateng vorbereiten müssen. Doppeltet Gelb – Rot is am Horizont erschienen! Zum Schluß, et läßt sich nich vermeiden, auch wenn et theoretisches Erbsenkegeln is, dat war inne letzten dreißig Minuten sonne Pöhlerei, wo bestimmt inne Kommentarleisten von die Druck- und Bildermeinungen das Phantom vom alten Obermacker Ballack erscheinen tut. Lassen wir dat einfach sein! Nee, klarer Glückwunsch anne serbische Adresse. Dreimal annet Gestänge geschossen. Und: Kopf hoch, die Herren schwarzrotgelb: Dat Pfötchen bleibt gedrückt, und dat Lied will ich noch mal hören. Mindestens fünfmal! Ihr könnt dat. Mit Cacau inne Startphase, mit Kießling statt Gomez inne Schlußphase und dann is der Pabst wieder inne Tasche!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am Denken bin! (Folge 6)

Montag, 14. Juni 2010 9:40

wm_sieg

Ich sach mal so: inne Spielminute fünfzig haut der Neuer in seine Beschäftigungslosigkeit einen Abschlag über die Mittellinie und drei Zentimeters vor die rechte Auslinie hält der Herr Thomas Müller die Kirsche mit die Hacke im Spiel. Da brauchse nichts beifügen, dat is Spaß anne Pöhlerei trotz Getröte. Herr Müller, vor ihre Unverschämheit und anarchische Ballbehandlung tu ich meine Mütze lüften! Und wenn Meister Özil seine Pässe aussem argentinischen Fußgelenk auffe Reise schickt, vergesse ich in Gnade die glitschigen Treter von Herrn Miroslav „Wat is die Welt so traurich“ Klose. Mit der Rübe klapptet ja, auch wenn et mich sehr nerven tut, daß et phasenweise die Erscheinung hat, die Nationale Jugendbande is sonne Art von Klosewiederaufbereitungsanlage. Dat sollen se mal schön bleiben lassen, dat humorlose hohe Bälle innen Strafraum Gekloppe, nee: flach, schnell, rein, so is dat richtig und dat Blitztor von dem Cacau hat gezeigt, wie et geht. Sonst? Herr Schweinsteiger is inne Mutation begriffen. Dat Selbstbewußtsein und die Haarschnittigkeit von Herrn Effenberg selich hat er schon. Und der kleine Wuselkäpten Lahm tut den Worten beeindruckende Tat folgen lassen. Respekt! Keine Klagen über keinen von die Kerls, wobei ich den Herrn Friedrich und Mitglieder von die Argentiniers oder Holländers in eine gemeinsame Strafraum lieber nur in meine Alpträume sehen will. Aber der Junior Badstuber tut seine Arbeit in die hinteren Bereichen so unauffällig verrichten, dat et schon wieder auffällt. Dat beruhicht. Noch wat? Ach, dat Problem inne Beschreibung von unsere Pöhlerjugend – die arch begrenzten Fähigkeiten von die Freizeitsportskameraden aus Down under mal vorre Türe gelassen – ist dat, dat puret saren, wat da zu sehen war, leicht innet euphorische Fach abrutschen kann. Und dat lass ich mal schön bleiben. Dat Schlußwort gebührt dem Werbeprinz aus Karnevalcity, wo man sich wohl fragen tut, warum er sich plötzlich wieder bewegen kann. „Wir haben alles auf dem Platz wiedergefunden, was wir uns vorgenommen haben.“ Dat is große Balltretkunst gemixt mit die Konkrete Poesie. Und dat keiner von unsere Hoffnungsträgers auffe Pomade, die ausse Haarpracht von die mexikanischen Referees auffe Grünfläche getropft is, ausgerutscht is, dat freut dat verletzungsgepeinigte nationale Herz. Weiter so, die Herren! Viermal is Özil recht!

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Offener Brief an die Herren Balltreter und den Bären)

Donnerstag, 10. Juni 2010 13:52

WM_offenerBrief

Ich sach mal so: Morgen geht et los. Dat dat endlich Zeit wird nach die ganze vorbereitende Wortschwälle, die über die Menschheit in die letzten Wochen am hereinbrechen waren, dat muß ich nich noch erwähnen tun. Meine Hirnkasten is schon innet grüne Viereck mutiert und ich faß mich mal kurz. Also, ihr Herren Pöhler von alle Herren Länders, viel isset nich, wo ich drum bitten tu, nur dat:

Wenn ihr et vermeiden könntet, Euch gegenseitig die Knoten kaputtzutreten, wenn et an Schnelligkeit und Konzentration oder Können mangeln tut? Oder ständig inne große Schauspielerpose rumzumoppern und die Schiedsrichter an die Hemden zu zuppeln, wenn Euch wat nich passen tut? Überhaupt, dat  ganze nervige Rumgezerre anne Kleidungsstücke von die Gegenspielers, is dat laßbar? Oder jedesmal, wenn die Herren Trainers böse zu Euch sind, zu die lokale Presseorgane zu rennen und den „Großen Pöhler Flunsch“ zu ziehen? Oder nach jeder versenkten Kiste Eure sinnfreien Tatoos anne südafrikanische Luft zu halten? Oder pro Spiel dreißig Liter Flüssigkeit auffe Spielfläche zu rotzen? Oder Euch bei die obligatorischen Freizeittätigkeiten wie Bungeegolfen und Quadreiten oder Playstationpoppen die Sehnen und Bänders zu verletzen? Is dat vermeidbar? Und wenn ihr dat allet nich auffe Reihe kriegen wollt oder über die Rasenfläche schleichen tut wie meine Omma, wennse ein Fläschken Eierlikör intus hat, haltet bitte Abstand von die ganze Verschwörungstheoriererei und seid die Schuld am suchen, wo sie wohnen tut: inne eigene Trikotage. Wenn dat allet möglich wär, da is Euch Eurer treuer Zuschauer Der Lütten Stan sehr dankbar für. Und wenn ihr et, liebe Freunde inne angrenzende Welt, so einrichten könntet, dat unsere Nationale Jugendmannschaft die Trophäe am letzten Tach von die Großen Pöhlerei Festspiele erringen tut? Nur so ne kleine Frage is dat, woll. So viel Spaß getz, die Herren! Et is ein Spiel! Im Ernst! Möge der gewinnen, dem ich die Hasenpfoten halten tu! So is dat!

Noch wat in eigene Sache: Hömma Herr Archibald, wennse dat lesen tust an Deine poetische Flußufers, komm in die Gänge und zurück vor die Bilderapparate zu Haus und auffe Heide. Versprochen is versprochen! Ich schenk Dich auch ein altes Bildkes von unsere letzte Trainingscamp. Weisse noch? Lies wat Deine Bärenbruder am senden war:

Die Vuvuzela

dringt von ferne an das Ohr.

Zeit zu gehen …

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 5)

Freitag, 4. Juni 2010 7:21

wm_sieg

Bevor ich wat saren tu, sach ich nur dat: Herr Nationaltrainer, tun sie mich und die ganze Gemeinde den Gefallen und erlösen sie den Herrn Klose von seiner selbst.

Also, ich sach mal so: Vorsichtiger Optimismus und die Fragen auffe Zettel, ob da wat am Zusammenwachsen is, wat zusammengehören tut und ob man dem Heiopei Boateng dankbar sein darf für die Mannschaftsumgestaltung. (Jetzt kupfert Dich sogar schon der Hoeneß ab, wegen Rücktritt von Ballack und so! Glückwunsch vom Setzer) Halbzeit eins gegen Bosnien–Wolfsburg-Hoffenheim war noch wat wacklig, siehe ganz oben. Aber dat Mittelfeld mit Khedira, dem vor Selbstbewußtsein platzenden, manchmal leicht verpeilten Schweinsteiger und der Wieselsocke Özil dat is schon eine gewisse Freude. Wobei  zu saren is, dat der Tornavi vom Herrn Mesut Ö. dringend neue Einstellungen notwendich hätte  und er nachem Spiel wahrscheinlich zwei Stunden brauchen tut, um die Knoten, wo er sich inne eigenen Beine gespielt hat, wieder rauszufummeln. Dat Nulleins, Herr Lahm, dat is geschenkt, gegen Dzeko kannse schon mal blöd aussehen. Einfach mal Capitano bleiben, woll! Und wenn sogar der Herr Podolski sich mehr als fünf Minuten halbwegs sinnvoll bewegen tut, is sogar so eine alte Knieskopp wie ich inne positive Laune am verfallen. Sonst hattet der Kommentator auffen Punkt gebracht: „Sie suchen Klose und sie finden ihn nicht.“ Wer Gespensters suchen tut, findet nur Vergangenheit. So is dat.

Pausenbemerkung: Liebe Fernsehanstalt, wenn sie dat bitte notieren tun: Ich bin nicht Deutschland und willet auch gar nich sein. Ich hab Spaß anne Pöhlerei. Dat reicht.

Halbzeit zwei und die Erlösung bei die Verkündigung von die Einwechslungen. Und et funktioniert. Et wäre noch zu bemerken, dat Bosnien–Wolfsburg–Hoffenheim im wesentlichen den Spielbetrieb eingestellt hatte, aber dat übersehen wir getz einfach mal mit die beschlagene nationale Brille. Der Block von FC Pommes Schranke tut seine breite Brust  vor sich hertragen und dat is gut so. Und der Müller kriecht Gebirgsfahrradverbot bis ans Ende seiner Tage, weil er gebraucht wird. Dat Dingens vom Lahm hatte wat von Costa Rica zwonullsechs, Cacau hatte nach drei Minütkes mehr Kontakt mit die Pocke als dat Gespenst im ganzen letzten Jahr und als dann auch noch dat genetisch bosnische Oberwiesel Marco „Speedy Gonzales“ Marin den Werbeprinz beerbte, war da eine U 24 am pöhlen mit eine hohe Sympathiefaktor und eine gehörige Portion vonne Spielkunst. Da ruht dat Auge des kritischen Betrachters mit Freude auffe Mattscheibe. Aber euphorische Anwandlung und ähnlicher Kokolores, dat lassen wir mal schön bleiben, weil wie schnell dat gehen tut mit dem Platzen vonne nationalen Blasen, dat war inne Championsfinale zu betrachten und Lena is nich alle Tage. Positiv zu bemerken wäre noch, dat selbst die Einwechslung von Herrn Gomez den Spielfluß nich wesentlich am stören war. Und der Herr Nationaltrainer gab inne Abschlußbetrachtung den Löwen, war dat Mikrophon vor seine Nase fast am verschlingen tun und aus seine gehetzten Augen schoß et inne Welt: „Alle da draußen sind högscht böse und gegen mich!“ Bitte schön, wenn et der Mannschaft helfen tut! Und getz geh ich meine schwarzrotgoldene Serviette mit dem Plätteisen inne richtige Form bringen.

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Unterbrechende Nachricht / Högschte Aktualität)

Dienstag, 1. Juni 2010 14:10

wm_sieg

Ich sach mal so: ich machet kurz. Nich ganz so kurz wie der ollen Knöterich und Kumpan Archibald, der getz seine Betrachtung vonne Welt inne japanische Verse giessen tut und nur noch inne freie Natur am rumstromern is. Aber dat Bemühen um die würzende Kürze in meine Folgeworte is sichtbar, tu ich mal hoffen.

Dat erste: Herr Köhler, ich Danke Sie! Nicht fürre Entscheidung den Bettel inne politische Ecke zu knallen. Dat war unnötich wie der berühmte Kropf. Ganz nebenbei frach ich mal: hat et jemals eine Kriech oder dat übliche Säbelgerassel gegeben, wo et nich im wesentlich umme Interessenschaft vonne Wirtschaft am gehen war? (Man nannte das mal den militärisch-industriellen Komplex! Gruß der Setzer) Genau! Da bisse doch am Nachsinnieren, ob die Polit-Herthaners inne Hauptstadt noch alle Pickel auffe Rauhfaser haben! Aber dat nur nebenbei. Nein dat Wesentliche is: getz bin ich wieder fest am dran glauben, dat der Titel nur über unsere Nationale Elf zu verteilen is, weil wegen Ihre Handtuchschmeißerei, werter Herr Köhler, is dat Merkel Angela mal schön in Berlin geblieben und da kann die Nationale Elf drei Kreuze über den Jabulani schlagen, soviel Pech wie die Frau zur Zeit anne knallgrüne Jackett hängen hat. Oder soll ich saren: Unvermögen? Wat immer, dat is im Generellen ein gefährliches Bakterium. Nicht daß der Herr Bundesspielleiter den Lafontaine machen tut? Und der Bierhoff den Koch? Sollnse besser dat Lena inne Kabine setzen! Aber schön die Griffels am eigenen Laib halten, meine Herren!

Dat zweite, wo dat Wort Unvermögen gerade inne Diskurs gerutscht is: Ich danke die spoatliche Weltpresse aus Nordösterreich für die komplette Übernahme von meine Gedankengänge, die ich nach die Testpöhlerei gegen die Magyaren bezüglich die Leistung von unsere (Alp)Traumsturm an diese Ort am verlautbaren war. Deshalb oben Bildkes vom Siech!

Dat dritte: Dem neuen Torwächter Numero 1 A is sein Darm am rumoren und et is nicht gewiß, ob et bis Donnerstach allet gehalten werden kann. Ob der Wiese dann darf? Dat weisse nich, da is die Kacke auch wieder am Dampfen, wegen seine Anmahnung von Begründungen in Sachen Numero 1 B. Irgendwie kriegen die dat mitte anständige Kommunikation nich geregelt. Ich sach mal so: Kann sich wer noch anne Suppenkasperzitat vom Herrn Uli Stein erinnern tun? Sach ich nur mal so!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Hömma, wat ich grad am denken bin (Folge 4)

Sonntag, 30. Mai 2010 11:11

wm_sieg

Ich sach mal so: mit die Unterstützung für die Nationale Elf is dat mal wieder eine Angelegenheit von die „högschte“ Ambivalenz. Jeder der Teile von sein Herzeken anne Pöhlerei verliert, entscheidet sich zwischen die Einschulung und die Pubertät für seine Club. Oft isset eine Art von Schlüsselerlebnis, dat die Waage in eine Richtung drücken tut, zum Bleistift wennze Libuda gegen Liverpool die Bogenlampe versenken sehen tust in Deine jugendliche Offenheit, oder Netzer mit die Selbsteinwechslung oder die Eleganz inne Bewegung von Herrn Allofs Klaus. Aber et is auch eine gewisse Vorprägung inne genetischen Bereiche zu konstatieren. Da gibbet die, die et sich einfach machen, weil sie immer auffe Seite von die Gewinners rumjubeln wollen und dat sind seit Jahrzehnten die Fans von FC Pommes Schranke aus Nordösterreich. Dann gibbet die, wo die masoschistische Prägung inne Gene sehr prominent is und die entscheiden sich dann fürre Klub vom Werbeprinz Podolski oder fürre Eintracht von Frankfurt oder wenn et richtich schmerzen soll für die Blauen von Vfl Bochum. Apropos „Tief im Westen“: In diese Zusammenhang liegt mich eine Empfehlung am Herzen. Wer inne nächsten Wochen kompetent und inne gut vorbereitete Zustand sein will: dat muß Du lesen. Zurück zu die Nationale Mannschaff. Die krieze ja praktisch mit Deine Geburtsland anne Backe geklebt, so wie die Personalausweise und Deine Lohnsteuerkarten. Gut, getz gibbet Ischen oder Sandalenträger oder andere Abstinenzler, die für die Portugiesen oder Brasilianers oder Kameruners am Daumen drücken sind, weil die so „süüüüß“ inne optische Erscheinung aussehen tun. Da sach ich mal: sofort raus ausse Fernsehzimmer und runter von die öffentliche Guckwiese und Pöhlereikommentarverbot bis annet Ende ihrer Tage. Nä: bei die „Großen Pöhlerei Festspielwochen“ musse Stellung beziehen und Schönheit macht keine Kiste. Kurz und knapp: Pöhlerei und Fairneß inne Betrachtung derselben, dat is neben die FDP und die Besiedlung vonne Planet Mars eines von die größten Probleme, dat die Menschheit noch lösen muß. Dat is die Wahrheit, auch wenn et Dich manchmal inne tiefste Herzen die Nerven zertrampeln tut: die Nationale Elf klebt an Deine Backe. Ruhe getz! Anpfiff!

Ich sach mal so: Siech und abgehakt. Aber die Erkenntnisse diee aussem Spiel ziehen können tust, haben in etwa die Tiefe von dem Balaton, der inne ungarische Ebene platt vor sich hintümpeln tut. Zehn Minuten flottes Offensivspiel, der Khedira mit Selbstbewußtsein und Spaß beim Pöhlen, die Zwergencombo Özil, Trochowski und Marin entdeckt in ihre Verspielheit, die gefallen tut, die alte Tugend von die Doppelpasspielerei wieder und Podolski is nach die Verwandlung vonne Elfmeterpräsent komplett erschöpft, so dat der Herr Bundestrainer ihn inne Halbzeit zwei auf die eine Postion von die Doppelsechs stellen tut, wat auch immer dat bewirken soll. Klose? Da sach ich gar nichts mehr, dat is Elend pur und Gomez kann froh sein, dat der Marin die Faxen dicke hatte und nache Pause dat Motto „Man kann sich auch Bewegen beim Pöhlen“ ausgegeben hatte. Den Magayren war jeder Körperkontakt mit ihre Gegenspielers zutiefst zuwider, keine neuen Zerrungen und Abrisse inne Hiobskartei konnten also verzeichnet werden und der Kiraly hat dat Höschen ausse alte Herthazeiten immer noch am Knie  schlabbern, während et den neuen Einser immer mal wieder magisch in Richtung Mittellinie ziehen tut. Dat sollte er in Südafrika mal besser nich tun, nä? Und wat dat soll, dat sechsmal dat Auswechslungstäfelchen hochgehalten wurde, da ist alle Erkenntnis meinerseits weit hinter dem Horizont versunken wie die Abendsonne hinter dem Ferensz Puskas sein Stadion. Jeder darf mal allet versuchen? Kannze machen, musse nicht. Und warum die zwei neue Chefs Lahm und Schweinsteiger in Südtirol die frustrierten Beine am Hochlegen waren? Erzähl dat mal „Tanne“ Fichtel!

Ich sach mal so und dat is kein Fatalismus: eine Erkenntnis is dann doch gezochen worden: wennze schon die Jugendnationalmannschaft auffen Platz schicken tust, dann kannze auch gleich dat alte, von mir hochgeschätzte Kopfballungeheuer Hotte Hrubesch anne Seitenlinie stellen. Der hat gezeigt, dat er et kann. Und wie!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

Thema: Anregende Buchstaben, Hömma, wat ich grad am Denken bin | Kommentare (1) | Autor: Christian Lugerth

Hömma, wat ich grad am denken bin (Unterbrechende Nachricht / Högschte Aktualität)

Donnerstag, 27. Mai 2010 21:28

wm_sieg

Ich sach mal so: obwohl der Herr Mahler und ich gerade innet Zentrum von die Feierlichkeiten wegen die hundert Tage am voranpreschen sind und die Pilsken schäumen und die Gehirnwindungen desgleichen, dat wat ich gerade am lesen bin, kann ich in meine Verantwortung wegen die Chronistenpflicht nicht unkommentiert lassen. Hier is dat Zitat vonne Deutsche Presse Agentur, wobei ich mich am fragen bin, ob die dat ernst am meinen sind, wenn die dat in die versammelten Tickers vonne Pressewald rauschicken tun. Also: „In Torlaune hat sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in einem Trainingsspiel präsentiert. Gegen eine U20-Auswahl der vier Vereine der Gemeinde Eppan siegte das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch mit 24:0 (11:0). Die erfolgreichsten Torschützen waren mit jeweils fünf Treffern Miroslav Klose und Mario Gomez, die jeweils eine der auf 30 Minuten angesetzten Halbzeiten spielten. Die weiteren Treffer erzielten Piotr Trochowski (3), Cacau (2), Stefan Kießling (2), Andreas Beck (2), Toni Kroos (2), Arne Friedrich (1), Sami Khedira (1) und Lukas Podolski (1). Insgesamt wurden 20 Spieler eingesetzt.“

Un dat lädierte Kinn vom Bergradfahrer Müller? Gib mich die Nachricht! Aber Spaß anne Seitenlinie, wo ich gerade dat nächste Feierpilsken am versenken bin, is die Frage die mich bewegen tut: nur eine Kiste von Herrn Werbeprinz Podolski? Sorgenfalten anne Stirn, sach ich mal. Trost is dann die Treffsicherheit von Herrn Arne Friedrich! Trotzdem singt dat Pöhlerherz: Siech! Siech! Siech! Getz geh ich in den Keller, hol dat schwarzrotgelbe Fähnchen aus die Umzugskiste und morgen is et am Fensterbrett am hängen! Und dann kann der Ungar sich mal ordentlich warm anziehen am nächsten Samstach! Fritzwalterwetter is uns allen durch den ehrenwerten Herrn Lenz garantiert. Stößchen!

Also: Schicht im Schacht und ich danke Sie für heute. Et grüßt Euren „Lütten Stan“

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Man läuft nicht alleine, wenn man schaut wie der Fluß vorbeifließt (Prolog)

Mittwoch, 26. Mai 2010 16:27

never_walk_alone

Es entspann sich folgendes Gespräch am heutigen Frühstückstisch in Mittelhessen:

„Ist eine Frage erlaubt, Herr von Lippstadt-Budnikowski zu Datteln?“

„Selbstredend, Herr Mahler!“

„Was lesen Sie?“

„Wie lesen Sie!“

„Wie?“

„Wie! Eben! Danke der notwendigen Nachfrage! Antwort ist, ich lese mit den Ohren.“

“Sehr interessant!“

„Sie?“

„Wir können uns auch duzen.“

„Zu früh, zu schnell. Sie lesen wie?“

„Mit der Nase! Buchstabenriechen. Nie gehört?“

„Eher nicht. Schon lange?“

„Seit Aschermittwoch. Gelegentlich. Sonst wird geschaut!“

„Aha! Und was lesen Sie jetzt oder eben Ihre, die Nase, Herr Mahler?“

„Flut. Ölpest. Sturmtief. Sinkende Schneefallgrenze. Bouffier statt Koch. Merkel in Arabien. Westerwelle ohne Halt. Sauropoden werden in Mittelhessen von Kindern unerzogener Mütter geentert.“

„Ermüdend, finden Sie nicht?“

„Gewiß. Sie anderthalben lesen?“

„Sport in Südtirol.“

„Ist Präzision möglich, Herr von Lippstadt-Budnikowski zu Datteln?“

„Hören Sie zu: ‚Damit sind wir genug gestraft, denn wir fahren nicht zur WM, um nur ein paar Spiele zu machen, aber wir müssen mit Verletzungen umgehen können, das ist ein bißchen dünn, doch mehrere Optionen sind da, weil WIR sind als Trainerteam für Gedanken-Strategien bekannt und WIR haben einen Plan, bei dem die Oberschenkel manchmal heftig brannten und einen freien Nachmittag genossen, weil WIR wissen, jeder Tag ist wichtig und gleich wieder hundert Prozent geht nicht, auch gibt es wenige Spieler, die das Erlebnis haben, eine WM spielen zu dürfen. Christian war dicht davor bei der Chancenverwertung und WIR müssen wir uns erheblich verbessern.’ Soweit wurde zitiert.“

„Reinhold Merkel? Angela Meßmer?“

„Nein, die besuchen lediglich das Trainingslager und halten erheiternde Vorträge. Der Freiburger mit dem Schal hat es verbrochen und sein Hansi, der Flickschuster.“

„Ojemine, wage ich zu bemerken. Möchten Sie einen musikalischen Beitrag zu unserem Gespräch beitragen?“

„Tautologie!“

„Trotzdem!“

“Gerne.“

„Danke!“

“Ihr Beitrag?“

“Der Situation geschuldet: jener!”

“Aha! Schreibt man dieses Lied nicht dem Herrn Zimmermann zu?”

“Oho! Gescheit, der Herr. Ein Art Nachklapp! Vorgestern! Sie wissen!”

“Verziehen!”

“Die zweite Frage, wenn erlaubt: Sie sind vorbereitet auf den morgigen Tag?“

„Gewiß!“

„Ich verschweige meine Nervosität nicht.“

„Das habe ich auch nicht getan.“

„Kritik zu üben, wäre mir fremd.“

„Aber?“

„Wo ihre dialektische Einfärbung geblieben ist, darüber darf ich mich doch wundern?“

„Haben Sie noch nie eine Rolle gespielt?“

„Wer hat das letzte Wort?“

„Mein Name ist…“

„Sagen Sie es bitte nicht!“

(Zwei Mobiltelefone klingeln. Van Gaal ruft an und Beckett auch. Zu früh. Zu früh. Einen Tag zu früh.)

“Ich hatte etwas vergessen!”

“Herr von Lippstadt-Budnikowski zu Datteln, man hört zu!”

“Junior Podolski hat zwei Hütten vorbereitet gegen den FC Südtirol.”

“Sie wiederum wissen, was Herr Littbarski – Prinz von Köllen dunnemal – sprach, als einstens 1990 Herr Kohl gratulierend auf ihn zu schwankte in Rom?”

“Nein!”

“Er sprach: Da kommt ein Berg auf mich zu!”

“Und dann?”

“Versteckte er sich hinter Auge. Der Berg entdeckte ihn nicht!”

(Die Mobiltelefone stellen ihr Klingeln ein.)

Thema: De re publica, Hömma, wat ich grad am Denken bin, Küchenschypsologie | Kommentare deaktiviert | Autor: Christian Lugerth