Und was könnte besser sein? Bären schlafen, Hasen hüpfen an so’nem Abend in Frieden / 6

traum3

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Auch wenn die offiziellen Verlautbarungen zur Einhaltung der Winterschlafregeln SPD – Schnauze! Poofen! Diät! – hier eventuell verletzt werden, wir sehen uns verpflichtet, schon allein um aufkommende Erregung nicht zu wilden Wutattacken gedeihen zu lassen, dem Werten Gefährten Kuno von und zu Budnikowski undsoweiter hier das Wort zu erteilen. Was nötig war, wie wir im Folgenden hören, hat doch sein alter Dialekt von ihm Besitz ergriffen, stets Zeichen großer innerer Aufgewühltheit. Drehen wir den Lautstärkepegel ruhig etwas runter.

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„Hömma hier, dat ganze Schuldgediskutiere geht mich ja gehörich auffe Karotte. Jetzt bin ich auch noch inne Verantwortung gerutscht fürre Gestalten, die dem Mahler seine Winterpoofung innen Horrorfilm verwandeln tun. Dat war ich nich. Wat ich zugeben kann, dat mir, wie ich et Sprungbrett von die Füssken abgeschnallt habe, wat auffem Parkettboden gescheppert iss. Dat kann unruhige Poofisten gewißlich inne Zuckung schicken, die kurze Wachphasierungen begleiten tun, woll. Da iss eine Entschuldigung schon inne Briefkasten versenkt. Aber das gegiggel und dat Gelache inne Fäustlinge, dat war ja woll der Meister Ehrenwert von unn zu Ernst Albert beie Presselektüre inne Küche. Und mich vorgelesen hat dat Mensch auch noch mit lautstarke Diktion. „Wer schläft, quasselt nicht“, dat sei eine tierische Dramolett und stand inne Rundschau aus Eintrachthausen am Main und verfasst hattet der Hebel Stephan un da waren eben Hase und dat Fuchstier und wollten die Höflichkeit des Gute Nacht Wünschen praktizieren tun. Und wie der Fuchs dem Hase so sacht, dat der bitte keine Märchen erzählen tun soll wegen Schlafenszeit, sacht der Hase – dat heißt der Albert hat dat giggelnd gelesen, wat der Hase da sacht: „Schade. Das ist ein schönes Märchen, weil erst der Fuchs die Semmeln alleine essen will, die sie geklaut haben, und dann sagt der Hase dem Fuchs, er soll seinen Schwanz in den See halten, um Fische zu fangen, und dann gefriert das Wasser, und der Fuchs kann nicht mehr sägen.“ „Und der Hase?“ „Knabbert die Semmeln weg, vor den Augen des Fuchses.“ „Ganz schöner Fuchs, der Hase. Ich krieg langsam Hunger.“ Und wie ich mich so wech hau vorre Amüsement, weil sonne Fuchs kannste ja auch mit Bären ersetzen tun, iss dem Mahler seine Bärenpocke am Grummeln und da tu ich denken, getz isser wach und ich könnte vielleicht inne Kommunikation rein. Da hat mich der Ernst Albert aber wohlweislich auffe Bremse getreten. Ob allerdings wat vonne Atmo inne Küche innen Kopp vom Bären rein iss als sone Art Traumlenkung? Wat weiß ich. So un getz tu ich mich entregen, sonst muß ich mich ja noch mit die schwattgelbe Pöhlerei befassen tun. Besser mal nich. Getz gehe ich wieder die fliegenden Männer mit die Bretters anne Galoschen gucken und halte die Pfoten fürre polnische Vorfahren. Und “die meisten Hütten inne Liga Rekord pro Saisong”? Und auffe Alten aufpassen tun? Woll! Nee, wat bin ich getz rechtschaffen müde von die ganze Quasselei. Weia!“

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Und dann schläft der Hase schon beim ersten Vorspringer der Qualifikation für Klingenthal ein. Der Beginn der winterlichen Ruhe? Man hegt so seine Zweifel.

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Autor: Christian Lugerth
Datum: Freitag, 5. Februar 2021 10:12
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