Vom Bären vom Brandplatz
Donnerstag, 18. März 2010 7:30
Einhundert Meter vom abben Bein bis zur Komplettierung sind eigentlich keine Riesenentfernung. Aber für einen Bären, der die letzten Wochen und Monate meist sitzend und liegend verbracht hatte, ist das ein richtiges Stück Arbeit. Da saß also Archibald auf einem Mäuerchen, welches eine Art Park umfaßte, seine untrainierten Lungen rasselten und er war ergriffen. An dieser Stelle hatte all das gelegen, was ein abbes Bärenbein erst zum Komplettbären macht: Herz, Hirn, Bauch und Zweitbein. Hier hatte ihn Ernst Albert einst aufgesammelt und ihn in sein neues Leben getragen. Ja, Archibald war ergriffen und dankbar, obwohl er wußte, daß Dankbarkeit gegenüber den Aufrechtgehern eine zweischneidige Angelegenheit ist. Immerhin hatten sie Jahrhunderte lang großen Spaß daran Archibalds Ahnen zu massakrieren und ihren Lebensraum nachhaltig – auch so ein schwachsinniges Zweibeinerwort, dachte er – zu zerstören. Aber heute war er bereit eine Ausnahme zu machen, hier an der Stätte seiner zweiten Geburt. Und er spürte, daß es Zeit war für ein kleines Bärenritual. Er kratzte sich ausdauernd am Hintern, saugte an seinen Pfoten und rieb sich den Rücken am Eisengeländer, welches das Mäuerchen zierte. Er brauchte einen neuen Namen, eine Art – auch wenn das gräßlich martialisch klänge – Kampfnamen, jetzt wo er es hier draußen mit der Welt aufnähme. Genau, er würde sich taufen, eine originale Bärenselbsttaufe. Nichts gegen Archibald, kein schlechter Name, aber die Aufrechtgeher haben nun mal die Angewohnheit alle Arten von Viechern mit Namen zu etikettieren, die einen leichten Hang zum sogenannten Humorvollen oder Ironischen haben. Heute gefiel ihm das nicht. Und er dachte an die Frau, die ihn vor wenigen Minuten entgeistert angestarrt hatte, als er mit dem Stück Kreide seinen ehemaligen Fundort skizzierte hatte und zu ihrem Begleiter sagte: „Schau, jetzt gibt es schon malende Bären hier auf dem Brandplatz.“ Brandplatz! Ja, das war es! Archibald spuckte dreimal in die Luft und er taufte sich auf den Namen Archibald Mahler, der Bär vom Brandplatz. Nun würde er auf seinen Wanderungen immer wissen, von wo er losgegangen war. Und falls er mal einen Personalausweis beantragen müßte – man weiß ja nie auf was für Ideen die Aufrechtgeher kommen – hätte er auch einen schönen Nachnamen. Was vor dem Brandplatz geschehen war, das hatte er eingesehen, er würde es nie in allen Einzelheiten herausfinden können. Das abbe Bein und der Rest waren wieder zu einer Einheit verschmolzen. Und das war gut so, sagte sich Archibald Mahler, der Bär vom Brandplatz.
Archibald (Mein lieber Bär! Du glaubst doch nicht etwa, daß ich jetzt jedes Mal hier diesen ellenlangen Kampfnamen in die Tasten haue. Schöne Grüße: Der Setzer) stand auf und drehte sich um. Er sah diesen Park, der gerade dabei war sich aus dem Winterschlaf zu schälen. Er wußte nicht, daß dieser Park ein Botanischer Garten war und daß sie in dieser kleinen Provinzstadt sogar behaupten, daß es sich um den ältesten Garten dieser Art im ganzen Lande handelt. Er wußte aber, daß vor wenigen Tagen eine Stimme, es war die Stimme von Horse Badorties gewesen, Archibald hinausgerufen hatte, hinaus in den Park, um dort ruhig und cool, mit seiner ganzen gelösten strahlenden Persönlichkeit, sich der vitalen Meditation und dem Beknabbern von Buschwerk zu widmen. Und er dachte, daß dies ein guter Anfang für eine neue Reise sei. Täuschte er sich, oder erwärmte sich die Luft heute schneller als in den letzten Wochen? Er reckte seine feine Nase in die Höhe. Ja! Tatsächlich!
Thema: Archibalds Geschichte | Kommentare (0) | Autor: Christian Lugerth
Genau hier war es gewesen. Es war Archibald, als bewege eine fremde Macht seinen Arm, der mit einem Stück Kreide die Umrisse eines Bärenbeines auf die Treppe malte, welche zum Eingang des sogenannten Neuen Schlosses der kleinen Stadt führte. Da hatte es gelegen, das Bein, im Frühsommer 2006, genauso einsam wie Archibald sich heute fühlte. Harter Stoff. Der Mensch mag ja die eine oder andere Therapieform in Sachen Traumaaufarbeitung entwickelt haben, in deren Zentrum harte und schonungslose Konfrontation steht, aber muß man damit auch einen armen kleinen Bären quälen? Archibald dachte nach. Bald vier Jahren sind kein Pappenstil und man will ja auch präzise bleiben. Eines war klar: Archibald war Opfer, Opfer eines bei den Menschen so beliebten Gerangels, welches unter dem Motto steht: „Alles meins, meins, meins.“ Das gilt selbstredend für beide Parteien. Aber wer waren die Kombattanten, die Archibald damals in zwei Stücke gerissen hatten? Zwei Kinder, Geschwister gar, die sich gegenseitig den Bären nicht gönnten? Oder war er eine Art Trennungskind, wo sich das auseinanderstrebende Paar in einem öffentlichen Streit nicht über den Verbleib des armen Bärenviechs einigen konnte? Hatte ein armer Trunkenbold eine letzte Erinnerung an eine grandios gescheiterte Liebe zerstören wollen? Hatte gar ein Mensch – und so etwas gibt es tatsächlich – Archibald einem verzogenen Vierbeiner zum Spielen vor die Schnauze geschmissen? Oder litt er an den katastrophalen Spätfolgen eines klassischen Verarbeitungsfehlers? Archibald spürte einen alten Schmerz, doch er erkannte nicht den Verursacher. Nur eines war sicher: es war ein Mensch gewesen, der sich in einen schuldhaften Zusammenhang verstrickt hatte. Wobei sich in diesem Zusammenhang Archibald die Frage stellte, warum der Mensch sich immer dann Mensch nennt, wenn er damit aussagen will, daß er ein ganz besonders feinfühliges und aufrechtes Wesen sei. Ambivalentes Saupack, schoß es Archibald durch den Kopf und das darf dann schon mal sein in solch einer Situation.
Daß jede Reise mit dem ersten Schritt begänne, behaupten ja nicht nur die Uiguren. Archibald jedoch ist Bär. Und Bären leiden bekanntermaßen unter dem Bärenproblem Antriebsschwäche. Also hatte Ernst Albert das für Archibald übernommen, das mit dem ersten Schritt. Wie Archibald vor ein paar Tagen aus dem Fenster geblickt hatte und das Rufen, welches von draußen auf ihn einstürmte, immer drängender wurde, er aber noch mit seinem inneren Schweinebär rang, der lieber in der warmen und bequemen Stube bleiben wollte, hatte Ernst Albert, der – neben vielen etwas fragwürdigen Eigenschaften – immerhin über die Gabe der Emphatie verfügt, seinen hadernden Hausgenossen gepackt und in die Tasche seiner Jacke gesteckt.
Der Platz am Fenster leer, wo ist er, unser Bär? Die Unruhe nimmt zu. Spielt die Welt mit Archibald oder spielt Archibald mit der Welt? Gebiert das Warten Pompöses oder nur schnell zu vergessende Winde? Stellvertreterbären drängeln sich in den Vordergrund, wo der Meister selbst sprechen müsste. Es stinkt gewaltig. Draußen vor der Tür. Leugnen. Wegsehen. Bagatellisieren. Ignorieren. Verdrängen. Relativieren. Bemänteln. Vertuschen. Beschwichtigen. Selbst der Vatikan schweigt. Aber den Schneid wolle er sich nicht abkaufen lassen, spricht der Stellvertreterbär. Auf Inglisch. Ein Viertel der Menschen in diesem Land will wieder zweigeteilt sein. Pfeifen wecken den Nachwuchs mit dem Griff ans junge Gemächt und sammeln zum Strip-Poker. Gestern. Ein niederrheinischer Adrenalinjunkie fährt im Kreis und das Land kriegt feuchte Höschen. Heute. Eine Diplomatenenkelin will singend null Punkte für ihr Vaterland sammeln. Morgen. Robben netzen ein. Lebt der Hecker noch? Hauptstadtfrösche zerlegen ihren Spielplatz. Lukas Podolski mutiert zu Boris Becker. Und Mimen faseln nicht nachgefragt vom Vorrecht der Künstler auf den Irrtum und keiner hört zu. Draußen vor der Tür. Das kann Archibald doch nicht kalt lassen. Es tanzen die Gespenster den Vergangenheitstango. Und unser Bär in Mittelhessen? Mittendrin statt nur dabei? Wir werden sehen.
“Man gave names to all the animals / In the beginning, in the beginning. / Man gave names to all the animals / In the beginning, long time ago. / He saw an animal that liked to growl / Big furry paws and he liked to howl / Great big furry back and furry hair / “Ah, think I’ll call it
Bären haben ja nichts gegen Frauen. Also Bärenmänner, um präzise zu bleiben oder zu werden. Aber zuviele Begegnungen? Nee! Da draußen in den Wäldern und auf den Bergen sieht man sich auch nur einmal im Jahr, so im Mai oder Juni, und dann sieht man sich richtig und zwar intensiv richtig. Wird zumindest erzählt. Und spätestens, wenn das „sich gesehen haben“ bei den Bärendamen Früchte trägt, jagen diese die Herren vom Acker. Zu Recht, denn es kommt immer wieder vor, daß so eine Frucht, wenn sie sich zu einem niedlichen Bärenjungen entwickelt hat, auf der Speisekarte von Papa Bär landet, worüber sich dann die Menschen fürchterlich aufregen, um dann anderntags an ihren eigenen Schutzbefohlenen rumzufummeln. Und dann ist das Geschrei groß, weil keiner was mitgekriegt haben will, obwohl die meisten Bescheid wußten. Aber das ist ein Thema im Zusammenhang mit Traumaverarbeitung, also etwa aus der Kategorie Abbes Bein / Anoperation und darüber wollte Archibald auch gar nicht nachsinnen, als er erwachte, sondern nur kurz anmerken, daß er als Bär nichts gegen Frauen hat, er sich aber nicht sicher ist, ob er von einer Frau gerettet werden möchte. Denn dies geschah gerade.
„Die alten chinesischen Weisen, Mann, leben von ihrem Speichel. Die perfekte Diät. Einzige Voraussetzung ist, daß man sein ganzes Leben im Liegen verbringt, im absoluten Nichtstun. Der Weg des Himmels. Das ist es, Mann, das ist meine Diät.“ Archibald war erwacht. Er lag unter einem Buch. Die Nacht war unruhig gewesen. Mehrfach war er aufgewacht, ein bis zwei bedeutende Sätze auf seiner Zunge. Sie schmeckten immer ein bißchen nach „Genau so ist es.“ Doch wenn Archibald diese Sätze in seinen Gedankenschrank einordnen wollte, um sie bei passender Gelegenheit genauer zu bedenken, schwupp, waren sie weg und der Bär schlief wieder ein. Und schon sprach es wieder in ihm: „Ich weiß jetzt, was ich zu tun hab, Mann. Ich werde heut abend fasten und werde den ganzen morgigen Tag im Park zubringen und mich von Blättern und Beeren und den Wurzeln von Distelbüschen nähren. Mann, ich werde die Energie meiner Kindheit in mich aufsaugen, und sie wird mir eine wahnsinnige Vitalität verleihen. Das ist der Plan. Er ist vernünftig, geistig gesund, er ist klar, er ist wirksam, er erfährt innere Zustimmung von meinem Dorkie-Meter.“ Archibald schlug die Augen auf, wiederum etwas irritiert vom Tanz der Worte in seinem Bärenkopf. Woher sollte er auch wissen, daß er zur seltenen Gattung der Traumleserchen gehörte. Woher sollte er auch wissen, daß man Mäusespuren auf schlecht schmeckendem Papier Buchstaben nennt, daß die Menschen das, womit er sich zudeckte, Buch nennen und daß diese sogenannten Bücher für Menschen eine früher weit verbreitete, heute langsam aussterbende Art des Weltschauens war. Woher sollte er wissen, daß sich gerade zwischen ihm und diesem Buch eine seltsame Beziehung zu entwickeln begann. Er war nun mal nur ein Bär. Wieder fiel er in tiefen Schlaf. Herr Kotzwinkle saß neben dem Bären und las ihm vor. „Mein ganzes Sein antwortet auf diesen Vorschlag mit einem Gefühl des Friedens und der Zufriedenheit. Deshalb kehr ich unverzüglich in meinen Laden zurück, um mich schlafen zu legen. Ruhig und cool, mit meiner ganzen gelösten strahlenden Persönlichkeit, werde ich morgen früh in den Park gehen und mich der vitalen Meditation und dem Beknabbern von Buschwerk widmen. Was für ein wunderschöner und wohlüberlegter Plan, Horse Badorties. Du solltest ein Collegeprofessor sein.“
Wenn Bären allein sind, denken sie immer ganz besonders intensiv. Da Bären nun mal Einzelgänger sind, insbesondere die Herren, bedeutet dies, sie denken immer ganz besonders intensiv, außer vielleicht sie haben zuviel an vergorenem Obst zu sich genommen. Selbstverständlich gibt es dutzende und mehr Bärendamen auf dieser Welt, die dies bezweifeln. Also das mit dem Denken, keinesfalls das mit dem vergorenen Obst. Doch Weltfrauentag war gestern und Archibald befand sich in offensiver Denklaune und alleiniger als sonst, da nicht nur die Holde des Hauses an der Arbeit war, sondern auch Ernst Albert zu einer Kurzreise aufgebrochen war. So machte sich Archibald daran, ein größeres Thema anzudenken. Nein: nicht „Abbes Bein/Anoperation“, sondern nicht weniger als die „condicio ursa“, die Bedingung des Bärenseins, war es, die Archibald heute umtrieb. Seit Tagen beschäftige er sich nun schon damit, ob er denn ein Ostbär oder ein Westbär sei. Gewiß, es gab Momente, wo ihm dies alles schnurzegal war und er seinem Bärenfatalismus frönte. Doch heute war es Archibald, als ob er sich selbst neu erfinden oder zumindest definieren müsse. Wer bin ich? Wo komm ich her? Warum? Weshalb? Wann? Die vielen, vielen W-Fragen. Und solche großen Fragen haben Bären schon immer im Liegen gelöst. Also stieg Archibald von seinem Fensterbrett, legte sich auf Ernst Alberts (eigentlich Eva Pelagias) rotes Sofa, schlief ein und, wie es Robert Zimmermann einst gesungen hatte: „He dreamt a monstrous
Die Nacht war gekommen. Der Wind hatte auf Nord gedreht. Der Himmel war eisesklar. Archibald dachte nach, frei von jeglichen geschäftlichen Verpflichtungen. „La reflexion pour la reflexion.“ Über ihm das größte Sternbild am Nachthimmel der nördlichen Halbkugel, jenes Sternbild, das die Menschen einst nach Archibald, das heißt, nach seiner Gattung benannt hatten. Seit einiger Zeit jedoch hieß es nun „Der Große Wagen“. Archibald verstand nicht warum. Jedem nicht komplett unwissenden Bär war klar, daß mit „Wagen“ seit jeher nur die fünf „Schwanzsterne“ des Bärenbildes bezeichnet wurden. Irgendwann hat nun der Mensch – wahrscheinlich im Zuge seines zunehmenden Mobilitätswahns – den eindeutig erkennbaren Bärenschwanz zur Deichsel eines Wagens umgedeutet und das gesamte Sternengebilde einfach umbenannt. „Wahrscheinlich ist der Tag nicht fern und sie kommen auf die Idee dieses wunderbare Bärenlicht „Der Große Mitsubishi“ zu nennen.“ Archibald war kurz davor sich bärig zu echauffieren, doch da er sich damit einen Bärendienst (auch über diesen Ausdruck gilt es gelegentlich nachzusinnen, dachte er kurz) getan hätte, blieb er ruhig und seine Nase genoß die menschenduftfreie Nachtluft. Über ihm alle diese funkelnden Boten, die vor Sternenjahren mal ein bißchen Licht auf die Reise geschickt hatten, welches heute nacht bei dem nachsinnenden Bären in Mittelhessen ankommen sollte. „Hoffentlich fällt den Menschen nicht ein, eines Tages neben jeden Stern da oben ein Preisschild, ein Etikett und das Verfallsdatum zu hängen. Schlimm genug, wenn sie aus ihrer Welt und ihren Hirnen eine einzige Kaufbude machen.“ Archibald spürte immer noch die Nachwirkungen des gestrigen Sonntags, als tausende und abertausende ferngesteuerte Menschen im Kaufrausch die Gegend rund um seine Höhle unsicher gemacht hatten. Doch die Nacht brachte Linderung. Archibald ruhte in seinem Fell und die Frage, welche ihn seit Tagen umtrieb, nämlich, ob er denn ein Bär des Westens oder des Ostens sei, pochte nur leise an den Rändern seiner Träume, in denen Lachse ohne Preisschild, Bienenstöcke ohne Etikett und Heidelbeeren ohne Mindesthaltbarkeitsdatum die Hauptrolle spielten. Eine kalte Frühfrühlingssonne weckte Archibald.
Draußen lag frischer Schnee. „Wenn der Quark auf den Boden fällt, fällt der Quark auf den Boden.“, sagen die Inguschen gerne, die an den Nordhängen des Kaukasus leben und dort schon manchem Bären das Leben schwer gemacht haben. Archibald war wach, hellwach und war fest gewillt, keinerlei Meinung haben zu wollen in Bezug auf die Verzögerungen im Betriebsablauf betreffs der Ankunft der nächsten Jahreszeit. Welt zu schauen heißt Rückschläge erdulden zu müssen. Außerdem gab es viel zu bedenken und in die richtigen Gedankenschrankfächer zu lenken. Angesichts einer solchen Aufgabe sollte man schlichtweg – Archibald schämte sich im selben Moment, da er das nun folgende Wort dachte – Bärenruhe zu bewahren. Nichtsdestotrotz: hatte nicht Archibalds Bärenahnvater, als er damals auf dem Ararat die Arche als letzter verließ, zu dem ihn zur Eile antreibenden Noah gesagt: „Gott hat Euch Menschen eine schwere Aufgabe auferlegt. Er beschleunigte Eure Zeit.“?